Brotzeit

Es gibt da etwas typisch deutsches, zu dem ich lange keinen richtigen Bezug hatte. Tatort? Ja, auch. Was ich aber meine: Die typische deutsche Brotzeit am Abend! Aber so langsam kommen wir uns näher.

Eine Brotzeit war für mich lange Zeit nichts Halbes, nichts Ganzes. Am Abend, da brauche ich was deftigeres als nur ein paar Scheiben kaltes Brot. Für Mathias dagegen muss am Abend nicht immer gekocht werden, da reichen die gängigen Dinge wie Wurst, Käse und Aufstrich. Ich fand das immer so trocken, so kreativlos, eine Beleidigung des gemeinsamen Abendessens! Alleine das Wort versprach schon eine kulinarische Ödnis! BROT-ZEIT. Oder noch schlimmer: STULLE. Könnte auch ein hässliches Ikea-Regal sein.

Als ich auf der letzten Reise aber wieder am Abend Oliven, Käse und Tapas naschte und mehr als satt und zufrieden wurde (und vor allem visuell glücklich!), wollte ich die Brotzeit-Kultur bei uns Zuhause wieder einführen. Denn Brotzeit muss nicht fad und langweilig sein. Es kann heimelig sein (erinnert ihr euch an das Wort Hygge…?), gemütlich. Es kann aufwendig und simpel sein oder als Resteverwertung dienen.

Was kam bei uns diesmal auf den Tisch?

  • Krustenbrot (gutes Brot ist King!)
  • Schnittlauch und Brunnenkresse vom Balkon auf das Butterbrot
  • Salami aus Frankreich
  • Gekochte Eier (mit Mayo auf Brot)
  • Rucola vom Balkon
  • Rote Beete (harmoniert spitzenmäßig mit Mayo und Ei!)

Brotzeit 2

Brotzeit 3

Brotzeit 4

Mehr Brotzeit-Inspiration? Dann schaut doch auf meiner Eat-Good-Pinnwand vorbei. Gutes kann so einfach sein.

2 Comments
  1. Ich bin ja auch eine Münchnerin und mit der Brotzeit groß geworden. Meine Mutter hat unter der Woche für uns abends eine Kleinigkeit gekocht, weil sie ganztags berufstätig war, aber am Wochenende gabs zu Mittag ein warmes Essen und abends die Brotzeit zur Sportschau :-)) Danke für die wunderbaren Erinnerungen, die Du mir gerade beschert hast!

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