Die Stunden vor der Hochzeit – Getting Ready & Brautstyling (I)

Hochzeit Getting Ready Hotel Brautstyling 1

Der Morgen verlief ungefähr so: Ich stehe im Hotelzimmer. Im Brautkleid. Ich schaue meine Mama an, meine Trauzeugin, meine Freundinnen. Helena steckt mir noch Blumen ins Haar. Ich habe eigentlich ganz ok geschlafen und warte darauf, dass ich wirklich wirklich unangenehm nervös werde. Aber ich bin einfach nur aufgeregt! Wie kein Kind vor Weihnachten, das schon mal durch’s Türschloss spät und einen kleinen Blick auf die Geschenke und den Baum erhaschen kann….. Wir müssen gleich los, aus der kleinen Box kommt Musik. Hier im Hotel macht alles einfach nur Spaß – es ist eine bunte Welt voller Mädchen in schönen Kleidern und Schmuck und goldenen Schuhen und Liebe und Prosecco. Und ich – ich bin die Braut. Eins muss ich sagen: Es macht einfach Spaß die Braut zu sein! Mein Herz fühlt sich an wie Glitzer und ich fühle mich so schön, wie sich nur eine Frau an ihrem Hochzeitstag schön finden kann. Es liegt ein ganz besonderer Zauber in der Luft und ich genieße jede Sekunde.

Vorab: Die professionellen Fotos, die ihr hier seht, haben Gregor und Lena von enns-fotografie aufgenommen. Gregor hat mich bereits früh morgens beim Getting Ready begleitet und Lena ist dann beim Standesamt dazugestoßen, von dem ich euch auch noch erzählen werde. Was soll ich sagen? Die zwei haben fantastische Bilder gemacht und für mich die schönsten Momente eingefangen – Diese besonderen Aufnahmen, so kurz vor der Hochzeit, in aller Herrgottsfrühe, bedeuten mir wirklich viel.

Kurzer Einblick – Am Vortag zur Hochzeit

Da ich nicht mehr so viele Urlaubstage hatten, hatte ich mir nur den Vortag frei genommen, um das Waldhaus zur alten Tram, unsere Hochzeitslocation, zu dekorieren. Und los geht’s mit der Hochzeitsaction & Prosecco! Ursprünglich hatte ich dafür ca. 2h eingeplant, aber da die Tische nicht wie verabredet bereits eingedeckt waren und außerdem Stuhlhussen fehlten, zog sich das etwas länger hin… gut, dass ich auch kein Wellness für diesen Tag geplant hatte. Denn anstatt anschließend wie verabredet zum Hotel zu fahren, fuhren meine Mama und Trauzeuge & Trauzeugin uns ganz sneaky und unerwartet wieder zurück zu uns nach Hause: Wo vor der Tür Freunde & Familie für einen spontanen „Polterabend“ auf uns warteten! Die Nachbarn hat’s gefreut, dass es direkt vor ihren Fenstern klirrte… Dafür wusste dann aber auch das ganze Haus Bescheid: Hallo, Eheleute am Start! :D Das Gefühl, die hässliche Kristallschüssel von Mutti, die man als Kind schon gehasst hat, für etwas Glück zerscheppern zu lassen…? PRICELESS!

Matze und ich wollten diese Nacht getrennt verbringen – daher ging es nach dem Poltern, Kehren und Anstoßen für mich ins Novotel München City. Ursprünglich hatte ich überlegt in ein wirklich krasses Design-Hotel zu gehen, allerdings würde wir beide davon nicht viel haben, wenn man bedenkt, dass wir uns kaum hier drin aufhalten würden. Außerdem wartete ja noch Das Rübezahl während unserer Flittertage auf uns! Ich war schon mal im Novotel hier in München und kannte das Hotel bereits. Hier haben wir dann auch statt eines einfachen Doppelzimmers ein Executive-Zimmer bekommen und die Angestellten im Hotel waren wirklich von Morgens bis Abends unfassbar freundlich und zuvorkommend und haben mir immer zugelächelt und zugegrinst :) ! (Habe ich schon erwähnt, wie toll ich es fand, die Braut zu sein…?!)

Während Matze also mit seinem Trauzeugen daheim blieb, checkten meine Mama und ich ein, gönnten uns Schnitzel und Burger (Mmmmhh….!), ich sagte an der Rezeption Bescheid, dass Morgens mehrere Menschen in mein Zimmer kommen würden und auch eine Blumenlieferung anstand, dann gingen wir noch in die Sauna und anschließend packte ich meine Haare in Lockenwickler und widmete ich mich meinen Nägeln und dem Hotelzimmer, damit alles am nächsten Tag dort war, wo es gebraucht wurde. So stellte ich bereits alle Accessoires zusammen, ordnete das MakeUp und hängte die Kleider auf. Ich bin ohnehin ein Ordnungsfanatiker und an diesem Tag war es mir um so wichtiger, denn den Unterschied würde man auf den Fotos erkennen!

Das Getting Ready

Kurz vor sechs klingelte dann mein Wecker und die Nacht war wie immer zu kurz. Aber meine Mama wollte noch in aller Ruhe die Haare waschen (#wieimmer) und ich trug noch eine Feuchtigkeitsmaske auf, damit das MakeUp später besser halten würde. Außerdem wollte ich auf gar keinen Fall das Frühstück skippen und so saßen wir bereits um 6.30Uhr mit unzähligen Geschäftsleuten im Frühstücksbereich – ich natürlich immer noch mit Lockenwicklern, herrlich! Aber da Maria vom blühenden Atelier bereits um diese Uhrzeit die Blumen geliefert hatte, sprachen Lockenwickler und Blumen Bände, so dass ich eher mit wohlwollenden als mit verwirrten Blicken angesehen wurde…. ;)

Viele sagen ja auch, dass sie vor der Hochzeit nichts essen könnten, weil sie so aufgeregt sind. Aber ich schaufelte munter Rührei in mich rein :) Ein gutes Zeichen!

Bereits um 7Uhr (eine halbe Stunde nach dem Frühstück, ihr seht, ich hatte einen Top-Zeitplan!) machte ich mich bereits dran, mein Makeup aufzutragen. Um 7.30Uhr klingelten und klopften bereits die Mädels und Gregor, der Fotograf, an der Tür. Stichwort: Noch mehr Prosecco! Es tummelten sich also insgesamt 7 Leute im Raum (Ich, meine Mama, meine Trauzeugin, zwei Brautjungfern sowie Gregor) und es wurde richtig aufregend!

Das Getting Ready, also das Feiern des Sich-Aufhübschens vor der Hochzeit, ist zwar ein amerikanischer Trend, der aber auch in Deutschland mehr und mehr an Bedeutung gewinnt. Ich finde das absolut großartig, denn diese Stunden vor der Hochzeit sind etwas wirklich ganz Besonderes und gehören für mich zu den schönsten Momenten des Tages!

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Ich hatte die meiste Zeit einen Lachanfall oder Tränen in den Augen – oder Beides! Meine Brautjungfern und Trauzeugin bekamen alle eine Karte, in die ich noch am Vorabend meine Gefühle für sie aufgeschrieben hatte, sowie ein kleines, symbolisches Armband mit dem kleinen Knoten drin. (Wobei meine Mama immer noch behauptet, es sei eine Breze….). Auch sie, die Mama, und die Schwiegermama, die ich erst im Standesamt sah, bekamen als Aufmerksamkeit ein vergoldetes Armband.

Für mich hatte Katie, die erst im Juni geheiratet hatte, eine ganz besondere Überraschung: Auch sie hatte mir anlässlich ihrer Hochzeit ein Armband geschenkt. Das auf meinem Junggesellinnenabschied wohl irgendwie an meinem Kleid hängen blieb und verloren ging… ich war untröstlich. Deshalb schenkte sie mir ein neues! Zusammen mit einem wunderschönen Strumpfband aus Spitze und einer kleinen blauen Schleife….! Aber dazu in einem anderen Blogeintrag mehr….

Ein Teil des Getting Ready bestand also tatsächlich nur aus Umarmungen und Gelächelter und Liebe und Prosecco. Und gehört vielleicht deshalb zu den schönsten Erinnerungen an diesen ohnehin verrückt-schönen Tag…!

Das MakeUp

Da unser standesamtlicher Termin bereits um 9.45Uhr war und wir bereits kurz vor 9.00Uhr aus dem Hotel los mussten, war es mir wichtig, das alles trotzdem sehr entspannt abläuft. Daher habe ich auf ein professionelles Brautstyling verzichtet! Ihr fragt euch vielleicht, wie das jetzt zusammen passt: Also selber machen und entspannen?! Aber glaubt mir, die Minuten an diesem Tag werden einfach nur vorbei rasen und ich wollte mich einfach auf meine Mama und die Mädels konzentrieren, anstatt mir im Gesicht rumpinseln zu lassen. Außerdem dauerte eine Hochsteckfrisur mindestens eine Stunde und diese Zeit war mir einfach an diesem Morgen zu kostbar.

Drei Wochen vor der Hochzeit hatte ich einen Termin beim MAC-Counter im Douglas eine MakeUp-Lesson. Eine Brautmakeup-Lesson dauert 90 Minuten und kostet 90€, was man wiederum auf die gekauften Produkte anrechnen lassen kann. Diesen Tipp hatte ich von einer Kollegin bekommen, die erst ein paar Monate davor geheiratet hatte. Da ich ohnehin neue Produkte gebraucht habe, hat sich der Termin für mich wirklich gelohnt – es wanderten Puder, MakeUp, Bronzer, Rouge, Highlighter und eine neue Lidschattenpalette in den Warenkorb. Das Ganze hat mich natürlich auch entsprechend gekostet, aber bei einem Brautstyling muss man ebenfalls mit 150-200€ rechnen. Und hat dann keine neuen Produkte daheim!

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Dazu kommt, dass ich mir bereits Tage vorab wieder eine Wimpernverlängerung gegönnt habe. Hierzu erzähle ich euch gerne bei Gelegenheit mehr und das ist meiner Meinung nach wirklich die beste Investition, die man Beauty-technisch für sein Brautstyling machen kann!

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Die Haare

Wie gesagt, morgens sollte es aus Zeitgründen keinen Brautstylisten geben. Ich war ohnehin skeptisch, ob die Frisur von 9Uhr morgens bis 3Uhr Nachts halten würde. Die Lockenwickler hatte ich ja bereits erwähnt… ;) Ich lockte die Haare mit soften Wicklern über Nacht. Und das war’s erstmal! Ich hatte zusammen mit meinem Brautstrauß eine handvoll ähnlicher Blumen bestellt und Helena, eine meine Brautjungfern, steckte mir Schleierkraut kranzähnlich ins Haar. Spontan, einfach, perfekt!

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Los geht’s!

Irgendwaren waren die letzten Handgriffe dran. Der letzte Schluck aus dem Sektglas. Rein ins Kleid, Haare auf, Blumen rein. Ich legte meinen Schmuck an, zog die Strumpfhose über und schlüpfte in mein Kleid. Als letztes: Die Schuhe. Die wundervollen, wunderbaren goldenen Schuhe!

Der wirklich letzte Schluck aus dem Sektglas.

Ein letzter Blick in den Spiegel.

Mama wühlt in ihrer Tasche rum.

Die Mädels sammeln Jacken und Handtaschen ein.

Wir knipsen die letzten Fotos.

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Dann noch kurz ein Bridal-Selfie. Und los geht’s ins Eheleben!

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PS: Es ist Freitag Morgen, mitten in der Rush-Hour. Wir stehen im Stau und ich versuche, nicht nervös zu werden. Meine Trauzeugin sagt, es ist noch mehr als genug Zeit. Da leuchtet auf einmal die Tankreserve auf. Ach, Mama! :D

All About The Details

Fotograf: enns-fotografie

Hotel für das Getting Ready & die Nacht nach der Hochzeit: Novotel München City

Blumen: Das blühende Atelier

Einladungen: Kreative Hochzeitskarten

Ketten: Koshikira

Makeup: MAC

Parfum: Calvin Klein Sheer Beauty

Box für Schmuck: H&M

Moos: Via Bastelladen

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