DIY | Book Of Memories

Fotobücher. Nein, das ist kein verspäteter „Geschenke-Guide“ kurz vor Weihnachten oder der Tipp für ein Last-Minute-Notfall-X-Mas-Gift. Denn im Gegensatz zum Klick und Kauf im Online Shop braucht es für ein Fotobuch eine Prise Kreativität, echte Eigeninitiative – und vor allem Zeit, die man sich ohnehin viel zu wenig für sich und seine Lieben nimmt. Vielleicht ist das auch mein wichtigster Vorsatz für 2016, wo wir doch gerade bei Weihnachten und Neujahr sind. Mehr Zeit für schöne Dinge.

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Ich schlage die Seite auf und bin wieder da – am Meer. Meine Finger fühlen nur das Papier, aber in Gedanken bin ich wieder 2.000km entfernt. Auf der Düne. Auf dem Foto ist es sonnig und links und rechts ist weit und breit fast niemand zu sehen. Ich freue mich wieder auf den Sommer, denn dann geht es wieder an die französische Küste zum Surfen. Ein verdammt schönes Foto ist das, denke ich mir. Das jetzt nicht zwischen Tausend anderen auf der Festplatte verstaubt. Das Fotobuch habe ich nicht geschenkt bekommen, das habe ich damals selbst verschenkt. An M., mit dem ich mir jetzt schon seit 5 Monaten die Bücherregale teile.

Erst letzten Januar habe ich meiner Mama 150 Seiten voller Erinnerungen zum Geburtstag geschenkt. Ja, es wäre einfacher gewesen in den Douglas zu gehen und ihr etwas Schickes von Shiseido zu holen. Aber ich glaube nicht, dass sie dabei vor Freude sogar Tränen in den Augen gehabt hätte und ich mit ihr.

DIY statt Coffee Table Book

Ein Fotobuch ist alles andere als ein schnelles Geschenk, unter zehn Stunden Arbeit geht es nicht. Aber das nächste Jahr steht vor der Tür und damit wieder eine neue Runde an Geburtstagen und Festen. Jetzt ist also eine gute Zeit nicht nur in seine Kreditkarte zu zücken, sondern zu überlegen, wie man sich nächstes Jahr eine echte Freude machen kann. Wer nimmt sich denn heutzutage noch die Zeit, Fotos auszudrucken, einzurahmen, zu sortieren? Lieber teilen wir sie als digitalen Datenmüll nur noch auf Blogs, Instagram, Tumblr und Facebook. Klar, ein Fotobuch im Regal kriegt auch keine Likes.

Immer öfter sehe ich dafür auch Coffee Table Books über Mode, die schönsten skandinavischen Häuser oder die 100 Hotels To See Before You Die. Sicherlich sind da auch schöne Bildbände dabei, aber irgendwie hat es für mich den faden Beigeschmack des mehr Schein als Sein. Ich möchte keine anonymen, hübschen Bildchen. Ich will Erinnerungen. Ich will echte Gefühle. Nein, ein Like kriegen meine Bildbände nicht. Aber manchmal nehmen echte Gäste sie bei uns daheim in die Hand und blättern darin. Denn das ist mein persönliches Coffee Table Book mit einer echten Story.

Mit inzwischen ganzen 6 selbstgemachten, über 100 Seiten langen Büchern wage ich zu behaupten, dass ich bereits einige Erfahrung in dem Bereich habe :) Hier sind also meine:

6 persönliche Tipps für ein perfektes Fotobuch

  • Hardcover, Hardcover, Hardcover
  • Weniger ist mehr – Versuche nicht alle Bilder, die du endlich verarbeiten kannst, in ein Buch zu bekommen. Konzentriere dich auf eine gute Mischung aus gestellten Motiven, Schnappschüssen und tollen Aufnahmen, die auch mal eine Ganze Seite einnehmen können
  • Format – Ein quadratisches Format schneidet dir oft die Bilder ein. Ich bevorzuge immer ein Panoramaformat
  • Spare nicht – Weder an Zeit, noch an der Seitenanzahl und demnach an Geld. Du wirst später auf die 100 Seiten stolzer sein als auf die 20
  • Über-Bearbeite die Bilder nicht – In gedruckter Version sind die Bilder oft kontrastreicher und dunkler
  • Backup – Vergiss niemals eine Sicherheitskopie des Fotobuches in der entsprechenden Software-Datei zu machen. NIEMALS.

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Inzwischen Reihen sich Thailand, Japan und unser Roadtrip Frankreich-Spanien-Portugal im Regal nebeneinander. Zwischen den Jahren hoffe ich mich auch an ein Fotobuch über Bali setzen zu können.

Bestellen kann man sein Fotobuch bei FotoPremio, aber auch bei jedem Drogeriemarkt ums Eck.

Wie ist’s bei euch? Sind Fotogeschenke ein No-Go? Was macht ihr mit euren hunderten von Urlaubsbildern? Was ist euer ultimativer Fotobuch-Tipp?

2 Comments
  1. Das ist wirklich eine tolle Idee und ich bin doch immer wieder zu faul….du hast recht es ist ein tolles Geschenk. Vielleicht schaffe ich es ja in 2016 mal…liebe grüße

  2. Liebe Julia,
    ich liebe Fotobücher – und ich verschenke sie auch gerne! Zum Beispiel meiner Mama, mit der ich möglichst einmal im Jahr eine Mama-Tochter-Reise mache. Sie nimmt die Fotobücher dann so gerne in die Hand und zeigt sie immer gerne! Es ist doch viel zu schade, wenn die tollen Bilder des Lebens auf der Festplatte vergessen werden.
    Deine Fotobücher sehen toll aus! Letztlich lohnt sich die Mühe doch immer, oder?
    Hab wunderbare Weihnachten!
    Liebste Grüße von Martina

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