HÜTTE IN DEN BERGEN

Ich hatte da schon immer diesen Traum – von einem Haus am Meer. Oder aber von einer Hütte in den Bergen. Von einem Ort, wo man einfach mal hinfahren konnte, wenn einem das Leben hier ein bisschen zu viel und zu laut wird. Wo man runterkommen und abschalten und sich entspannen konnte. Wo man am Kaminfeuer sitzen, in Wollsocken Tee und Wein trinken, sich über den Sinn des Lebens unterhalten oder ein Buch lesen konnte. Wir haben ihn jetzt gefunden, diesen Ort.

Gerade wir Münchner sind in einer seltsamen Lage – so nah an den Bergen können wir jederzeit rausfahren und um den Tegernsee spazieren gehen, die Zugspitze und die Hausberge sind auch nur eine Fahrt über die Autobahn entfernt. Und doch bleiben wir nie länger als einen Tag, stehen früh‘ auf „damit es sich lohnt“ und quetschen uns dann wieder in den Rückreisestau. Dabei könnte man doch einfach bleiben, durchatmen… und genießen.

Als ich am nächsten Morgen aufstehe, da ist es draußen kalt und es riecht ein bisschen nach Schnee. In meinen Händen halte ich die heiße Tasse Tee. Die Geräusche? Der Bach, ein paar Vögel, irgendwo weiter unten im Dorf höre ich jemanden Holz spalten. Ich bin ganz und gar hier.

Wir fahren bereits Freitags los und brauchen mit einem Halt an einer Raststätte keine drei Stunden! Und ja, so ein kleiner Halt muss schon sein – nicht nur wegen den Klopausen ;) Aber auch wenn wir im Sommer aufbrechen, direkt nach der Arbeit, dann ist der Halt an einem Fastfood-Laden an der Autobahn der Ort, an dem man Alltag und Job zurücklässt, herzhaft reinbeisst, einen Schluck kalter Cola nimmt und sich denkt: So, ich bin dann mal weg!

Die Hütte, zu der wir fahren, liegt in der Nähe von Zell am See und wir stellen uns auf spätherbstliche, ja fast winterliche Temperaturen ein. Und während München im Wiesn-Fieber versinkt, da wird es um uns herum ruhiger. Autobahnen werden zu Landstraßen, die Weideflächen sind schon gar nicht mehr so grün und das Alpenmassiv vor uns hat schon schneebedeckte Gipfel.

Und dann sind wir da!

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THE OUTSIDE

Die Hütte liegt am Rande eines kleinen Ortes in Österreich – hier machen die Geschäfte Freitags auch um 14Uhr zu. und wir können mit unserem Bus den kurzen Schotterweg bis vor die Haustür fahren. Sie ist so wunderschön! Kleine Bänke stehen vor und hinten dem Haus und gleich an der beleuchteten Terrasse führt ein Bergbach vorbei.

Feuerstelle am Wasser? Check! Im Sommer kann man hier nicht nur herrlich in der Sonne liegen und grillen, sondern seine Füße auch in eiskaltes Wasser halten. Wie perfekt kann ein Ort sein…? Aber für uns ist der Sommer noch weit weg.

Hinter dem Haus stapeln sich die Holzscheite, rote Vogelbeeren hängen tief und leuchten Rot. Hier hat der Spätherbst schon längst Einzug gehalten und gerade als wir die Tür aufschließen fängt es an zu regnen und ein leichter Nebel zieht vom Tal heran.

Also gehen wir rein in die gute Stube und machen es uns gemütlich.

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Man kann in der Umgebung auch das ein oder andere Unternehmen – zum Zell am See  fahren oder zum nächstgelegenen Wahlfahrtsort wandern (max. 45min). Wenn man will, wird es einem hier sicher nicht langweilig!

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THE INSIDE

Die Hütte ist zum Teil ein Altbestand und man sieht noch die alten Balken, die alten, verzierten Türstöcke, das dunkle Holz. Sie besteht aus einem Eingangsbereich, einem Bad, der Stube, einem Zimmer mit einem Stockbett darin und einem Zimmer mit einem Doppelbett mit dem wohl flauschigsten Bettzeug der Welt. Und das Kernstück: DER KACHELOFEN.

Als jemand, der immer nur in Wohnungen gelebt hat, ist ein Kamin oder ein Ofen ein ultimativer Lebenstraum und wenn ich das irgendwo genießen kann, bin ich der glücklichste Mensch auf dem Planeten! (Daher war auch unser Aufenthalt in der Rübezahl-Suite ein echter Bucketlistmoment.) Ich habe stets die irrationale Angst, dass mir kalt sein könnte und war (aus mangelnder Erfahrung) skeptisch, ob ein Ofen die ganze Hütte heizen kann.

Haha, Großstadtgirl has no clue!

Zwar gibt es in beiden Schlafzimmern und dem Bad noch eine elektrische Heizung, aber außer im Bad ist es mir ein Rätsel, wie man sie benötigen kann. Und ihr sehr, trotz aller Urigkeit muss man sich um Annehmlichkeiten wie Wärme oder warmes Wasser oder Strom  (und Musikbox und sogar einen Fernseher) keine Sorgen machen. Und nein, es ist auch kein Loch im Garten, wenn man auf die Toilette muss…. ;)

Und Ja: Es gibt sogar WiFi.

Es gibt auch einen Elektroherd mit zwei Herdplatten, aber ich bereite Tee und das Essen ausschließlich in der Gusseisernen Pfanne auf dem Ofen zu. Man, selten haben Frühstückseier und Speck so gut geschmeckt!

Neben dem Ofen zu sitzen, zu lesen, das Knistern zu hören, Wein zu trinken während draußen der Nebel aufzieht und der Regen fällt….

… das ist einer von diesen unwirklich perfekten Orten. Weil er so nah ist. Und doch so abgeschieden. So weit weg von allem, so echt, so warm. Ein Ort mit Herz und Seele. Damit man seine ein bisschen baumeln lassen kann!

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Die Hütte wird dieses Jahr winterfest gemacht und kann noch nicht über die kommenden Wintermonate gebucht werden. Ich freue mich aber schon darauf, wenn es soweit ist – der Weg vor der Haustür schaut nach einer hammermäßigen Rodelmöglichkeit aus! :D Also Link abspeichern und sich auf das Frühjahr, den Sommer oder sogar schon den nächsten Herbst freuen!

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