Türkisblaues Wasser, heller, nahezu weißer Sand. Ein leichter Wind geht und die Palmen wiegen hin und her. Ein paar Einsiedlerkrebse suchen Zuflucht vor der Mittagssonne. Die Wellen sind nur 4 Meter von unserer Terrasse entfernt. Zwei Liegen, die auf’s Blau schauen. Ein weißer Schirm.

Dieses Paradies liegt nicht direkt vor unserer Haustür in München. Es ist nicht Italien, sind nicht die Kanaren oder Balearen. Es sind auch nicht die Malediven, die irgendwie schon fast Mainstream geworden sind und auf denen ich aber noch nie war, aber gerne würde. Für uns ist das hier wirklich das andere Ende der Welt. Die Anreise aus Deutschland würde ca. 24-30h dauern. Und jetzt sind wir hier.

Bula, Fiji!

Hier wollen wir ihn ausleben: Diesen einen Flitterwochentraum, den man immer wieder im Hinterkopf hat. Das Blau. Die Palmen. Der Drink. Und vor allem: Diese eigene, private Strandvilla mit direktem Zugang zum Wasser. Keine Sorgen, keine Gedanken zu viel, sondern einfach nur wir zwei und das pure Glück und Freude. Jeden Tag, schon beim Aufwachen. Ja, wir finden es hier.

Wir entscheiden uns für einen Flug mit dem Wasserflugzeug von Pacific Air (Mehr Infos folgen) und als wir ankommen sind wir ohnehin nur noch am Grinsen und Lachen und staunen. Die Schuhe, die ich ausgezogen habe, werde ich die nächsten Tage nicht mehr brauchen. Wir steigen aus dem auf dem Wasser schaukelnden Flugzeug in ein Boot und watten den letzten Meter durch das kristallklare Wasser auf das Hotel zu. Ich sehe: 10 Häuser am Wasser. Schnorchler, von denen man nur den Schnorchel sieht. Frauen in bunten Röcken. Lachen, weil wir lachen und wahrscheinlich schauen wie die ersten Menschen, die jemals das Tageslicht erblickt haben.

Und immer wieder: „Bula! Welcome!“.

Jemand drückt uns einen Cocktail in die Hand, mit roter Blume und sagt: „Point 1 Villa, this is your home now!“.

The Journal N3 Honeymoon Edition 8

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POINT 1 OCEANVIEW VILLA

Während es mehrere kleine Strandhäuser gibt, gibt es nur zwei Point Villas. Sie sind zwar direkt nebeneinander und teilen sich eine Wand, sind also nicht komplett isoliert, liegen aber etwas „abseits“ der Bar und des Restaurants. Am Abend herrscht hier Ruhe, kein Lärm dringt zu uns rüber. Aber als ob es hier, auf Waya Island, überhaupt sowas wie Lärm gibt. Nur der Ocean, der ist so laut, dröhnt bei Flut mit aller Kraft, als ob er direkt vor unserer Haustür schwappt. Die erste Nacht schlafe ich mit Ohrstöpseln, weil das Geräusch der Wellen mich aufrührt und nicht schlafen lässt.

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In der tropischen Hitze, unter dem Ventilator, träume ich von Sturm. Wir haben eine eigene überdachte, beleuchtete Veranda. Eine Hängematte, die zwischen den Palmen baumelt. Und eine kleine Terrasse mit Liegen und Schirm. Wenn ich morgens die Türen aufmache, sehen wir durch den Bett-Vorhang direkt auf das Blau. Abends schreien die Geckos über unseren Köpfen und fangen Motten. Die Drinks in der Minibar gehen in der Point 1 aufs Haus. Wenn es mittags zu heiß zum Schnorcheln oder Kayaken ist, ziehen wir uns in den Schatten zurück und trinken kaltes Fiji Bier. Eine Treppe führt direkt zum Wasser. Da wir keine Schuhe tragen, steht auf der Terrasse ein Bottich mit Wasser und Blumen, in dem man den Sand von seinen Füßen waschen kann.

Es ist alles so unwirklich hell und bunt und schön, dass meine Augen sind kaum satt sehen können.

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Let Me Tell You a Story….. about Outdoor Bathrooms!

Wie viele Hotels auf Fiji oder auch z.B. Bali hat auch die Point 1 Villa ein Outdoor-Badezimmer, das ich wirklich liebe. Das bedeutet, das Toilette und Waschbecken überdacht sind, während die Dusche offen steht. Aber Ästethik hat ihren Preis: Eine handgroße, schwarze Spinne wartet auf Matze auf der Duscharmatur am Abend. Wir müssen einen Barkeeper holen, um sie rauszuschmeißen! Als wir ein Foto von ihr machen, leuchten ihre Augen im Blitzlicht auf…. #creepy. Wen man Abend zum Zähneputzen geht und das Licht anmacht, versammelt man innerhalb von Sekunden sämtliche Nachtfalter der Insel um sich. Und Mittags ist es unmöglich auf die Toilette zu gehen, ohne bei der Hitze zu verbrennen. :D

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THE FOOD

In den meisten Resorts auf Fiji muss ein sog. meal plan (also die Vollpension) mitgebucht werden. Im Vorfeld höre ich erstaunlich viel schlechtes über die Küche der Resorts und auf Fiji allgemein und bin zunächst skeptisch. Aber als wir schon am ersten Tag unser Mittagessen probieren, bin ich überzeugt: Das Octopus serviert Küche auf hohem Niveau!

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Zum Frühstück gibt es für uns oft Porridge mit Früchten, Eier und sautiertes Gemüse von der Insel, wie Möhren oder Auberginen. Was mit auffällt ist, dass nie Käse oder Fleisch zum Frühstück serviert wird – gut, denn immerhin muss vieles importiert und richtig gelagert werden. Bei der nahezu lokalen Auswahl am Frühstückstisch absolut unnötig! Bereits morgens ist es so heiß, dass wir nur aus dem Schatten heraus auf die Sonnenstrahlen des Morgens am Pool schauen können.

Mittags gibt es eine feste Karte mit eher westlich orientierten Speisen, wie z.B. Burger, Wraps, aber auch Salate mit lokalem Gemüse, Pizza und immer Fisch, der Fang des Tages. Morgens sieht man oft bereits die Männer der Insel auf ihren Fischerbooten zurückzukommen. Frischer als hier wird es nicht mehr. Außerdem gibt es auch jeden Mittag ein fijianisches Gericht, wie z.B. Kokoda (roher, weißer Fisch mit Chilli, Limette und Kokos!). Das Abendessen ist jedes Mal eine Entdeckung und wechselt sich ab zwischen fijianischen Speisen, A-la-Carte Menü oder einem Grill-Buffet. Wenn man eine Woche bleibt, isst man nie gleich.

Ach ja: Schuhe braucht man hier, im Restaurant, auch nicht. Stühle und Tische stehen im Sand!

Entgegen meinen Sorgen vom Essen enttäuscht zu sein – ich war begeistert.

Die Tage auf Fiji gehörten mitunter zu den sorgenfreisten, schönsten und unwirklichsten auf der ganzen Reise.

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THE COMMUNITY

Anders als zahlreiche andere Hotels weltweit haben die Resorts auf Fiji, und insbesondere das Octopus Resort, eine sehr enge Verbindung zu den Dörfern und Städten auf den Inseln. Nahezu alle Mitarbeiter des Resorts kommen aus dem 350-Seelen Dorf Nalauwaki, wie mir eine Kellnerin erzählt. Und viele arbeiten hier bereits in zweiter Generation. Sie erzählt, dass die Resorts den Menschen die Möglichkeit gibt, in ihre Heimatdörfer zurückzukehren, da es sonst keine Arbeit auf den kleinen Atollen für sie gäbe.

Im Fall des Octopus Resorts, das nur 10 Gehminuten von Nalauwaki entfernt liegt, hat sich eine besonders tiefe Beziehung entwickelt: Morgens sehe ich oft, wie die Frauen Kürbisse und Auberginen aus dem Dorf ins Hotel bringen und die Männer vom nächtlichen Fischfang zurückkommen. Die Lebensmittel werden nach Möglichkeit den Dorfbewohnern abgekauft.

Hinzu kommt der Education Fund, der die Schulbildung der Kinder auf der Insel fördert.

Und auch wenn Fiji für uns ein Paradies ist, das uns alles gibt – so haben dort einige Familien immer noch zu wenig und kommen nicht so oft aufs Festland. Spenden in Form von Sportsachen für die Kinder, Decken und Kissen für die Wochenschule oder auch gut erhaltene Kleidung sind sehr gerne gesehen!

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THE ACTIVITIES

Langweilig kann es einem auf Waya Island und dem Octopus Resort nicht werden – jeden Tag gibt es ein Activity Board, so dass man jeden Tag spontan entscheiden kann, worauf man Lust hat. Wandern, die Kirche der Insel besuchen, ein Besuch im Dorf, Schnorcheln, Tauchen, Kayak fahren, Schmuck basteln….  Hier lässt sich die Zeit verbummeln. Die Tagen vergehen zum Glück nicht schnell, sondern dümpeln gemütlich vor sich hin.

Ich würde jederzeit mein letztes Erspartes geben, um an diesen Ort zurückzukehren. Jeder Morgen und jeder Abend ist pure Freude. Genuss. Entspannung. Wie ein Aufatmen in meinem ganz tiefen Inneren. Ein leiser Seufzer, weil jeder Moment hier so schön ist. Als wäre davor alles Schwarzweiß gewesen und ich könnte zum ersten Mal Farbe sehen. Als würde ich zum ersten Mal im warmen Meer im Regen baden. Zum ersten Mal die Milchstraße sehen, in all ihrer Größe. Zum ersten Mal eine Muschel an mein Ohr halten. Zum ersten Mal aufwachen und das Meer hören.

It’s Fiji Time Here

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Info

Liebe Leser, Das Octopus Resort gehört neben dem Blue Lagoon Resort, weiteren Resorts sowie dem Transithotel Oasis Palms auf der Hauptinsel Nadi zum Fiji Travel Network, durch das ich auch alle Transfers und Übernachtungen gebucht habe. Wir haben Honeymoon-Vergünstigungen bekommen, allerdings ist das hier weit von einem Sponsored Post oder Advertorial entfernt ;) Glaubt mir, wenn ich sage, es war sehr. sehr. sehr. teuer. Aber hey, ich hoffe wir sind nur einmal in den Flitterwochen! :)

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