Pinke Haare mit Colorista Washout

Erfahrung Colorista Washout Pink 1

(Photo via Unsplash // by Fredrick Kearney Jr)

Als ich 16 war, saßen wir mit meiner damaligen besten Freundin im McDonalds am Stachus und sprachen über was man halt mit 16 so spricht (Klassiker). Sie wollte pinke Haare. So richtig Pink. Und ich war begeistert. Sie färbte sie sich und ich kniff. Bis vor einigen Wochen.

Nennt es Twenty-Something-Crisis, aber irgendwie gab es für mich schon immer eine Liste von Dingen, die ich noch vor dem 30. Geburtstag machen wollte. Ich habe auch noch ein bisschen Zeit alle anderen Punkte auf der Liste abzuhaken und mit 30 ist das Leben auch sicher nicht vorbei. Man hat noch hoffentlich 70 Jahre Zeit, sich alles zu erfüllen, was man sich wünscht!

Nur entwickelt man sich (zum Glück) weiter und ich sehe mich mit Ende Dreißig nicht unbedingt beim Friseur sitzen und um pinke Haare bitten, weil ich WIRKLICH eine Midlifecrisis habe. Ich wollte pinke Haare. Nur bedeutet das nicht, dass ich sie in 5 Jahren, in 10 Jahren oder 15 Jahren auch noch will. Diese Wahrscheinlichkeit ist recht gering um ehrlich zu sein.

Und so verpasst man Momente. Nicht, weil man etwas nicht mehr machen kann. Sondern weil man manches einfach nicht mehr machen will. 

Ok, genug Deep Talk.

Warum Colorista Washout von L’Oréal die Farb-Industrie schon ein bisschen revolutioniert hat

Vor einiger Zeit kamen die Colorista Produkte in die Drogeriemärkte. Mit ihren eigen schicken Aufstellern konnte man sie unmöglich übersehen. Im Fernsehen lief die Werbung mit #rainbowhair und wurde so zum Mainstream wie Haarspray oder Mascara. Natürlich gab es bereits vorher schon bunte Farben für die Haare, z.B. von Directions. Und jeder, der sich diese Wünsche erfüllen wollte, konnte es tun.

Aber hier wurde nun versprochen, dass man sich nicht für immer für ein Leben mit Rainbowhair entscheiden musste. Es war semi-permanent. Man konnte einfach damit spielen! Und seien wir mal ehrlich: Bunte Haare machen auch Spaß!

Hat L’Oréal das Rad neu erfunden? Sicherlich nicht. Aber durch gutes Marketing, günstige Preise und die Verfügbarkeit in jedem Drogeriemarkt machte aus einem Nischenprodukt etwas für alle.

Dabei konnte man zwischen drei Produkten wählen: Einem Spray für eine einmalige Sache, das Washout für 2 Wochen und auch permanente Farbe wie z.B. Grau. Da das Spray mich zu sehr an Fasching erinnerte und permanent nicht in Frage kam, griff ich zum Pink Colorista Washout.

(Aber diesmal war ich übrigens nicht alleine, zwei Freundinnen zogen mit und das Gespräch via Skype lief ungefähr so: „Was machen wir heut für den Kneipenabend?“ – „Lasst mal Pinke Haare machen!“ – „Ja, geile Idee!“ – „Ich geh in der Mittagspause los und besorg’s!)

Matze nahm das ganze übrigens männlich entspannt: „Wenn es scheiße aussieht, dann ist das Schlimmste was passieren kann eine Friseur-Rechnung von 150€ – go for it!“ Hach. Der Mann unterstützt mich eben in all meinen tollen Plänen!

Die Anwendung

Bei meinem Longbob hat eine Packung gerade mal so für den ganzen Kopf gereicht. Wenn man also lange Haare hat, reicht eine Packung nur für die Spitzen. Handtuch im Bad ausgelegt, altes Tshirt angezogen, Handschuhe drüber und los ging’s! Ich arbeitete mich von den Spitzen bis zum Ansatz und hatte das Gefühl, dass meine Haare die Farbe regelrecht aufsaugen. Es gab überhaupt keine Sauerei, weil die Farbe dickflüssiger ist als ein Shampoo. Und innerhalb von 10 Minuten war ich fertig.

Ich glaube insgesamt habe ich es 30 Minuten einwirken lassen.

Erfahrung Colorista Washout Pink 3

Das Ergebnis

Woah. Pink. Bis auf die dunkleren Ansätze. Also alles was an meinen Haaren blond war, hat die Farbe angenommen. Da mir die Farbe nur knapp gereicht und ich sie strähnenweise von unten nach oben eingearbeitet habe, ist sie nicht überall gleichmäßig. Manchmal ist es ein strahlendes Pink und manchmal ein schimmerndes Goldrosé.

Mit einem Dutt sieht es leicht Assi aus um ehrlich zu sein – da meine dunklen Ansätze schon recht deutlich hervortreten und dann zu sehen sind. Am besten wirkt das Ganze mit Locken, hier kommt auch das Farbspiel viel besser zur Geltung. Offene, saubere Haare sind meiner Meinung nach ein MUSS für diese Farben, wenn man nicht wie eine 50jährige, heroinabhängige Altrockerin aussehen will, #ifyouknowwhatImean ;)

Und ich habe leider nur diese qualitativ hochwertigen Selfie-Handy-Bilder im dunklen Wohnungsflur und keine einzige hochauflösende Aufnahme von diesem Großereignis!

Erfahrung Colorista Washout Pink 5

Erfahrung Colorista Washout Pink 4

Das Rauswaschen von Colorista Washout Pink mit dem Fader Shampoo

Jetzt kommen wir zum spannenden Part! Wie schnell ist es rausgegangen? Wäscht sich das Colorista Washout Pink wirklich nach 2 Wochen komplett aus?

JA.

Es gibt hier für ein spezielles Colorista Fader Shampoo zu dieser Serie, was ich euch ans Herz legen würde. Nach der 1. Haarwäsche mag ich meinen Ton sogar fast noch mehr, er wird irgendwie weicher und pastelliger. Nach der 2. und 3. Haarwäsche sind meine Haare bereits nur noch Roséblond. Nach der 4. Haarwäsche ist nur noch ein leichter, schöner Schimmer in den Haaren zu sehen. Und nach der 5. Haarwäsche verzichte ich auf das doch recht aggressive Spezialshampoo und steige auf normales Shampoo um.

Da ich ca. alle 2-3 Tage meine Haare wasche, sind die absolut letzten Reste am Ende der zweiten Woche verschwunden.

Und ich muss sagen: Das hätte ich nicht gedacht!

Sind die Rückstände von Colorista Washout komplett rausgegangen? Ohne Farbstich?

JA.

Natürlich ist die Angst berechtigt, dass doch noch ein Stich im Haar zurückbleibt. Aber hier muss man auch den gesunden Menschenverstand einsetzen: Die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem Pink- oder Peachton ein hässlicher Stich zurückbleibt ist nicht so hoch wie bei z.B. Blau oder Grün. Allerdings hat sich das alles so problemlos rausgewaschen, dass ich mir vorstellen kann, dass selbst diese Töne rausgehen, wenn man mit dem Fader Shampoo weiter wäscht!

Nur etwas für Blondies oder auch für Brownies?

Natürlich haftet die Farbe am besten auf hellen, blonden Haaren. Braune Haare werden damit nicht Pastellrosa! Allerdings gibt es die Möglichkeit sich aus der Serie ein passenden Bleaching zu holen oder andere Farben auszuwählen (siehe Farbguide).

Würde ich es wieder machen?

Ja. Vielleicht auch wirklich mit einem Lila/Rosa/Peach Verlauf. Denn es war wirklich mega einfach und hat genau so lange gehalten wie versprochen bzw. ist sehr leicht rausgegangen. Geiler Tag.

#BucketlistBefore30: Pink Hair – Check!

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