Hotel Sofitel Bayerpost in München

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Letzte Woche bekam ich ein kleines Geschenk, das mir das Wochenende sehr versüßt hat – nämlich eine Übernachtung im Sofitel Bayerpost in München! Für manche ist es vielleicht total schräg, in der Heimatstadt in einem Hotel zu Übernachten. Aber für mich hat es irgendwie einen besonderes Reiz, irgendwie finde ich das aufregend – als ob man für einen Tag aus seiner alten Haut schlüpft und zu jemand anderem wird und die Möglichkeit bekommt, seine Stadt durch fremde Augen zu sehen!

Das Sofitel Bayerpost ist ein 5-Sterne-Hotel direkt im Herzen von München. Wer täglich mit der Straßenbahn fährt oder am Hauptbahnhof umsteigt, würde nicht vermuten welch tolle Architektur und was für eine traumhafte Wellness- und Spa-Oase sich hinter den denkmalgeschützten Mauern versteckt! Ich war bereits zu Gast im Sofitel Hamburg Alter Wall und kann behaupten, dass die Sofitel-Häuser zu den schönsten und exklusivsten Hotels gehören, in denen ich bis jetzt übernachtet habe (das hat aber natürlich seinen Preis).

Nichtdestotrotz möchte ich euch dieses Münchner Glanzstück vorstellen – Und meine ganz persönliche kurze Auszeit vom Alltag…

Die Zimmer im Sofitel Bayerpost München

Unser Zimmer liegt im siebten Stock und vom Designersessel oder einer gepolsterten Fensterbank konnte man direkt auf den Hauptbahnhof sehen oder auch bis hinter zum Olympiaturm. Es war nicht ein Windhauch vom geschäftigen Treiben der Münchner Innenstadt zu hören. Absolute Ruhe. Ein himmlisch weiches Bett. Die Einrichtung ist modern und gemütlich. Zahlreiche Lampen, die indirektes Licht gaben und alles was man braucht, um sich zurücklehnen zu können und zu entspannen!

Einfach ein Zimmer, von dem man sagen kann, dass es zum Bleiben und Wohlfühlen einlädt.

Und etwas, das erstaunlich wenige Hotels hinbekommen. Ich schaue aus dem Fenster und nasche ein paar Pralinen vom Begrüßungstisch, bevor ich mich ins Spa aufmachte.

Allgemein setzt Sofitel gerne auf Qualität und Markennamen – vom Evian-Wasser, Nespresso-Kaffeemaschinen im Zimmer bis hin zur erlesenen Weinkarte. Selbst die Badezimmer-Goodies sind keine einfachen Drogerieartikel: Während in Hamburg gerne L’Occitane Produkte ihren herrlichen Duft verströmen, so sind es in München Produkte von Hermés, die man in sein Bad gestellt bekommt.

Apropos Bad – ausgefallen und sehr stilsicher ist der Badezimmerbereich durch Milchglastüren abgetrennt. Zwischen Bett und Badewanne dagegen gibt es nur eine Glasscheibe, die aber bei Bedarf mit einem Rollo geschlossen werden kann. Alles ist in dunklen Tönen und im warmen Licht gehalten. Der Fernseher auf Schienen lässt sich so ausrichten, dass man sowohl vom Bett als auch aus der Badewanne heraus gucken kann – oder zwei Personen gleichzeitig!  (Getestet und für gut befunden…!)

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Das Hotel

Zentraler kann ein Hotel in München kaum liegen! Wie schon erwähnt liegt es nicht nur direkt am Hauptbahnhof, sondern damit auch verdammt nah an sämtlichen Verkehrsanbindungen, der Kaufingerstraße, der Maxvorstadt und dem Glockenbachviertel. Das Hotel bietet auch einen kleinen Einblick in die Historik der Stadt, immerhin residierte in dem Gebäude früher die Königlich Bayerische Post. Heute findet man dort fast 400 Zimmer und Suiten, einen Spa-Bereich mit Pool, Sauna, Dampfbad und Ruheraum, so wie ein Fitnessstudio.

Modern. Aber doch irgendwie gemütlich und warm. Hohe Decken, viel Glas und dunkles Gestein.

Neben uns und einigen wenigen Schweizern, Amerikanern und Russen waren die meisten Gäste Arabisch, was in München im August nichts Außergewöhnliches ist. Das führt auch dazu, dass es zum Frühstück auf Fladen gibt und frisches Hummus. Die Freundlichkeit der Mitarbeiter ist so selbstverständlich zuvorkommend, dass man nicht wieder in die „echte Welt“ hinausmöchte. Unaufdringlicher, perfekter Service. Es gibt Restaurants und Bars, die am Abend sehr gut gefüllt waren. Wir hingegen labten uns bis spät Abends im Spa und im Zimmer und fühlten uns wie die Könige….

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Sofitel Munich München Bayerpost Interior Architecture
Sofitel Bayerpost Munich Reservation Entrace Impressions

Der Spa-Bereich

Da ich in den Spa- und Wellnessbereich keine Kamera mitnehmen wollte – und überhaupt, es war jetzt Ruhe! angesagt – bediene ich bei den Bildern an der Sofitel Website. Ich kann nur eins sagen: Wow. Noch im Zimmer schlüpfte ich in meinen Bademantel konnte mit einer Aufzug-Vorzugsfahrt direkt in das Spa im Erdgeschoss fahren, das ein wenig Abseits vom Trubel der Rezeptionen seinen Eingang hat. Wie schon im Zimmer sind die Fließen dunkel, überall brennen Kerzen. Es ist ein wahres Lichtermeer. Und dann dieser Duft, wie es ihn immer nur in außergewöhnlichen Spa-Bereichen gibt. „Wow“ – denke ich mir nochmal.

Der Pool windet sich wie eine Schnecke nach unten und ins Innere des Gebäudes hinein. Immer wieder gibt es kleine Grotten mit Wasserfällen. Der Spa Bereich ist klein, aber unglaublich luxuriös. Im Ruheraum stehen weiche Liegen, überall kann man sich neue trockene Handtücher holen oder Decken. Im Textilfreien Sauna-Bereich gibt es neben einer finnischen Sauna noch ein Dampfbad, Fussbäder und zahlreiche Duschen und Eisbecken. Als wir gegen 19Uhr zum ersten Mal hineingehen, sind wir nahezu alleine. Es herrscht angenehme Ruhe. Irgendwo plätschert der Pool-Wasserfall. Neben den kostenpflichtigen Treatments kann man sich hier ätherische Öle, Duschbäder, Bodyscrubs und Masken einfach an der Spa-Theke abholen – natürlich wieder nur von den Top-Marken!

Als ich erhitzt und glücksselig spätabends ins Bett sinke und meine Glamour aufschlage, fühle ich mich als wäre ich sehr lange sehr weit von Zuhause und dem Alltag weg…

Sofitel Bayerpost Munich Spa Wellness Area
Sofitel Bayerpost Munich Spa Wellness Area 2

Das Frühstück

Das Frühstück ist mehr als „reichhaltig“, es ist endlos! Durch die Ausrichtung auf arabische Gäste gibt es zum Altbekannten auch noch hauchdünnes Fladenbrot und frisches Hummus. Es gibt Sekt. Ich esse mich über die zahlreichen Fruchsäfte mit Ingwer, Ananas, Rhababer und Waldbeeren hin zum Rührei mit Bacon, zum Ziegenkäse und Roastbeef, weiter zu den Weißwürschtl mit süßem Senf und Breze, zum Fruchtyoghurt, Feigen, Maracuja, French Toast, Pancakes mit Schokolade und dann zurück zu Lachs und Roastbeef, Hummus und Fladenbrot.

Wer dachte ich übertreibe wenn ich sage „Ich kann Essen bis ich umfalle – und das dauert!“… Nein. Ich übertreibe nicht. Ich habe mein Münchner Frühstücksparadies gefunden.

Sofitel München Bayerpost BreakfastSofitel München Bayerpost Breakfast 1

Jedem, der irgendwann einmal die Möglichkeit hat, in einem Sofitel Haus zu übernachten, dem kann ich nur dazu raten. Man sollte sich das öfter gönnen, viel öfter als ein neues paar Schuhe oder ein vollkommen überteuerte Tasche. Als ich Samstag auschecke, fühle ich mich (überfressen) glücklich und entspannt.

Und wenn das kein Kompliment an ein Hotel ist…?

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