Sunday Soul | Mia Ziehn Zam

Heute bin ich nach einer Woche Savoir Vivre aus Frankreich wiedergekommen. Durch die Nacht sind wir gefahren, von der Küste bei Bordeaux, durch die Vulkanlandschaft von Volcania, vorbei an Clermont-Ferrand und Strasbourg, durch das Schwabenländle bis nach München. Auf dem Tisch stehen Pasteten und rund fünfzehn Weinflaschen. Verräumen brauche ich sie nicht mehr, nächste Woche werden die ersten Kisten gepackt. Ihr habt es vermutlich schon mitbekommem oder aus dem ein oder anderen Nebensatz rausgelesen, denn: Mia ziehn zam! (Dt.: Wir ziehen zusammen)

Was die Wohnungssuche in München angeht, so sind wir in einer privilegierten und doch eigenartigen Sondersituation: Wir wissen, dass wir zusammenziehen, aber noch nicht WO! Nicht nur in München ist das ein absoluter Wahl-Luxus! Es steht zwischen 2 Zimmern mitten in Schwabing (SCHWABING) und 3 Zimmern mit brandneuer Küche in Giesing (Hallo Isar, Au und Glockenbach!). Die Entscheidung (die bei uns liegt) wird vermutlich am Wochenende fallen und ich kann es kaum abwarten!

Mit der Entscheidung des Wo? ergibt sich alles weitere, denn was Einrichtung und Finanzen angeht, so ist es doch ein Unterschied, ob man 2 oder 3 Zimmer einzurichten hat. Fest steht: Ende Juli ist es soweit. Bis dahin wird es mit Sicherheit noch den ein oder anderen Home Sweet Home Beitrag geben…. bereits jetzt stöbere ich durch zahllose Onlineshops auf der Suche nach der perfekten Lampe über dem Esstisch und bringe Pinterest zum Glühen… Für mich ist es immerhin ein Upgrade von 30qm auf 70qm oder sogar 83qm!

Ich weiß noch, wann mir der ernsthafte Gedanke kam, dass das mit uns Beiden etwas wirklich Besonderes ist. Etwas, wofür ich keine Worte finde, aber Tausend Gefühle. Zuversicht, Aufregung, Geborgenheit, Leidenschaft, Freude, die Lust am Schaffen und die Lust am Entdecken zum Beispiel.

Der Gedanke, dass wir zwei zusammen an einem Ort besser sind, als getrennt

Er schlich sich heimlich auf unserem mehrwöchigen Roadtrip ein als wir 24/7 aber noch kein Jahr zusammen waren und auf einer 90cm breiten Matratze schliefen.

Um die Einrichtung und die Kompromisse mache ich mir keine Sorgen. Obwohl M. sehr wohl eine eigene Meinung hat, vertraut er meinem Geschmack – und sagt selbst, dass wir uns sicherlich nicht wegen Lampenschirmen streiten werden ;) Wir lieben beiden natürliche Stoffe, Farben und Materialien. Und solange keiner seine Sammlung von pinken Porzellankatzen oder glitzernde Puzzlebilder von im Mondschein springenden Delphinen mitbringt, wird das ein wundervolles Zuhause für uns Beide werden.

Endlich kein Sachenpacken über das Wochenende als ob man verreist (Ladies, ihr wisst, was ich meine!), endlich keine verdorbenen Lebensmittel mehr, weil man zu viel einkauft und doch nicht daheim ist. Endlich kein Vergessen mehr von Ladekabeln und Handys, kein Gefrage, wo man schläft (bei dir oder bei mir?).

Es sind dann zwei Zahnbürsten im Bad, Kaffee und Tee im Schrank, meine Haargummis unter seinem Kopfkissen, seine Socken in meinen Schubladen. Er platziert seine Gitarren und ich meine Bücher und Armbänder. Es wird für alles Platz gefunden, in unserem Zuhause.

Ruhig wird’s bei uns irgendwie nicht, meinte ich neulich. Der Juli wird wieder alles andere als langweilig! Wenn wir nicht gerade einen Bus umgestalten, keinen Urlaub planen, nicht gerade im Urlaub oder für die Jobs unterwegs sind, und nicht beide krank, wenn nicht gerade Feste und Feiern anstehen und wenn er nicht gerade bei der Bandprobe ist und ich nicht mit meinen Mädels die Bars und Restaurants von München erkunde – dann kommen wir endlich zusammen auf dem Balkon zur Ruhe. Wir kochen, wir lachen, wir planen die nächsten Tage. Bislang gab es dafür keinen gemeinsamen Ort.

Bis jetzt.

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