THE JOURNAL N°2 – HONEYMOON EDITION

The Journal N2 - Honeymoon Edition 1

Kia Ora liebe Leser!

Das bedeutet in der Sprache der Maori „Hallo“ – und wer mir auf Instagram und Facebook folgt, der weiß, dass es uns in unseren 4-monatigen Flitterwochen ersteinmal genau hierhin verschlagen hat. Neuseeland – Das andere Ende der Welt!

Zunächst waren wir natürlich noch für einige Tage in Dubai. Flogen dann weiter nach Singapur. Und anschließend über Kuala Lumpur und die Gold Coast nach Auckland, wo wir uns Friedhelm, unseren uralten Camper mieteten (er fuhr schon, da war Matze 13….) und tuckern seitdem im Linksverkehr über dieses so weit von Zuhause entferntes Stück Land (wobei ich zu meiner Schande gestehen muss, dass ich bis jetzt noch kein einziges Mal gefahren bin….! Ist ja auch bequem so. Er: Fahren. Ich: Reiseplanung. Navigation. Klopausen. DJ. Food).

Wir sind noch eine ganze Weile unterwegs und es wurde Zeit für ein kleines „Hallo“ und „Was treiben wir eigentlich so den ganzen Tag?!“. Berechtigte Frage. Naja, wir arbeiten nicht, so viel sei schon mal gesagt!

DUBAI

Die Megacity. Dubai hat uns überrumpelt und wir sind mit der Stadt zu Beginn nicht sofort warm geworden. Klar, wir kamen an, waren überreizt, müde, aufgeregt und haben am ersten Tag gleich mal einen Regentag erwischt (Regen. In der Wüste. Könnt ihr euch ja ausmalen, wie oft das vorkommt…. und wir waren dabei! Yeahy.). Ich verstehe aber, warum die Stadt die Leute so anzieht. Wie sagte Matze so schön: Dubai macht Spaß, wenn man Geld hat! Als wir aber nach einem Badetag am Strand saßen und Shisha geraucht haben, als ich zum ersten Mal am Hafen vom alten Dubai stand und dem Muezzin beim Aufruf zum Abendgebet gehört habe, als ein Taxifahrer zum ersten Mal fragte: „Where are you from?“ – da hat sich zum ersten Mal so richtig dieses Gefühl eingestellt: Woah, wir sind jetzt wirklich unterwegs! Eine Touri-Tour in die Wüste haben wir dann auch gemacht. Und schlendern in der Dubai Mall, inkl. kleiner Goodies. Alles in einem also doch ein guter Start in die ganze Sache!

The Journal N2 - Honeymoon Edition 2

SINGAPUR

Singapur war schon eher unser Ding. Und wie! Die Stadt hat ihren ganz eigenen Vibe und wir haben wirklich jeden einzelnen Tag genossen. Hierhin will ich definitiv nochmal zurück! Dazu kam, dass wir in einem sensationellen Hotel der Shangri-La Gruppe untergebracht waren, inkl. Club Lounge-Vorteilen und Rooftop-Bar: Dem Jen Orchardgateway. Und ihr wisst ja, wie sehr ich schöne Hotels liebe…! Tropische Temperaturen, exotisches Essen, schönes Hotel, Shops und Bars und Hafen und Wolkenkratzer….. Singapur, du hast mein Herz gestohlen!

The Journal N2 - Honeymoon Edition 4

NEUSEELAND

Friedhelm, Matze und ich sind jetzt seit über 3 Wochen hier unterwegs. Und dieses Hier ist die Nordinsel Neuseelands. Ursprünglich hatten wir vorgehabt, die Nord- und Südinsel zu befahren. Immerhin hatten wir so viel Zeit wie sonst wohl kaum jemand und die wollten wir nutzen! Wie immer waren da die Gedanken: „Nutzt die Zeit“, „Lasst euch nichts entgehen“, „Das müsst ihr machen!“, „Wenn wir schon mal da sind…!“…

Letzten Endes hatten wir aber wirklich, WIRKLICH Pech mit dem Wetter, da es irgendwann angefangen hatte, Non-Stop tagelang zu regnen und zu stürmen. An manchen Tagen waren alle Sachen, die wir trugen, klamm. Im Bus machte ich mir eine Wärmeflasche. Als wir Wellington erkunden wollte, regnete es wie aus Kübeln. Unsere Schuhe wurden gar nicht mehr trocknen, es sei denn, wir schmissen sie in Trockner. Ein Paar Espandrilles musste ich wegschmeißen, nachdem sie so lange feucht waren, dass sich die Fäden auflösten und sie zu muffen begannen. Felder und Straßen waren überflutet, Campingplätze teilweise nicht befahrbar, Seen überschwemmt – später erfuhren wir, dass ein Zyklon über Neuseeland zog.

Somit hatten wir nicht wirklich Gelegenheit, die Nordinsel kennenzulernen. Die Fähre auf die Südinsel hätte außerdem 400€ gekostet. Und wir hätten jeden Tag 250km zurücklegen müssen, um die Strecke zu schaffen. Wir hielten an. Wir tranken Kaffee. Wir sprachen miteinander, was wir für Erwartungen hatten, Wünsche, ob wir Angst hatten, etwas zu verpassen. Und wir entschieden uns, auf der Nordinsel zu bleiben, obwohl alle uns davon abrieten. Weil die Südinsel so viel schöner sei! Und wir es bereuen würden! Aber alle waren weit weg und wir waren hier und wir wollten nicht mehr nur hetzen und fahren und Punkt für Punkt abklappern. Wir wollten auch mal bleiben und genießen, auch bei Regen. Einfach mal sitzen. Ruhen. Trocknen. Wir verbrachten den kommenden Tag in heißen Quellen und saßen wie kleine Bergmakaken im 40 Grad heißem Wasser, während der Regen unsere Schädel kühlte. Am nächsten Tag kam die Sonne. Und seit dem Tag haben wir unsere Entscheidung nicht bereut. Musste das vielleicht ein bisschen sein, um uns runterzubringen? Vielleicht.

Auf jeden Fall sollte man öfter in sich gehen und sich umhören – man wäre überrascht, was man dort so alles hört!

The Journal N2 - Honeymoon Edition 3
Wir verbrachten dann einige Zeit in Hawkes Bay, der Weinregion, und schlemmten uns durch Weingüter und Wochenmärkte (Die Oliven! Der Käse! Wurst!). Ich entdeckte meine Vorliebe für Feijoas. Dann erkundeten wir das Herz der Nordinsel mit all seinen brodelten, heißen Spalten und Vulkanen. Bis heute träume ich noch manchmal von den Farben und Formen dieser unwirklichen Orte, an denen man das Gefühl hat, die Erde würde hier ausatmen. Als würde man direkt am pochenden Herz des Planeten stehen. Im kühlen Regen in einer 40 Grad heißen Quelle sitzen? Unbezahlbar! Wir machten Ziplining durch den Dschungel und mein nerdiges 16-jähriges-Ich (Herr-der-Ringe-Fangirl Level 100000) rastete aus, als wir Hobbiton besuchten. Als die Sonne noch mehr rauskam, machten wir uns auf den Weg an die Surfstrände der Nation. Aber am Ende habe ich eine neue Leidenschaft entdeckt: ICH BRAUCHE EIN KAYAK! #nextstopolympia

Neuseeland hat mich nicht geflasht. Es hat mich auch nicht umgehauen. Es bringt mich nicht dazu zu schreien: „OMG, NZ IST EIN MUST DO!“. Neuseeland ist vor allem: Ruhe. Abgeschiedenheit. Viel Natur. Und der ist man ausgeliefert, im Guten wie im Schlechten. Es hat mich runtergebracht. Und meine Kreativität so richtig hochgedreht! Während wir im Bus saßen, es draußen stürmte, an Friedhelm rüttelte und es an die Scheibe prasselte, saßen wir drinnen, tranken Kaffee und haben gelesen. Und mein Kopf war ein einziger Ideenbrunnen. Hier hat man Platz seine Gedanken einfach mal schleifen zu lassen. Einfach mal dazusitzen und in die Natur zu starren. Hört sich wundervoll an? Ist es auch!

The Journal N2 - Honeymoon Edition 5

Wir haben uns auf jeden Fall das beste Flitterwochen-Geschenk gemacht: Zeit. Davon hatten wir hier wirklich viel, weil wir die Möglichkeit hatten, sie uns zu nehmen. Es kommt einem vor, als hätte man endlos viel davon. Aber natürlich ist das ein Trugschluss, denn niemand von uns hat endlos viel Zeit. Du nicht. Ich nicht. Niemand. Und solche Tage daher umso kostbarer.

Natürlich hat alles dann auch ein Ende und auch unsere Zeit in Neuseeland neigt sich dem zu. Unsere Abreise ist nicht mehr weit weg und was soll ich sagen: DAS NÄCHSTE LAND WIRD DER HAMMER! Ein Tipp? Gibt’s dann bei Instagram!

GEGESSEN

Das Dim Sum Bruch im Mandarin Oriental in Singapur, zu dem wir eingeladen wurden. Als ich in ein bestimmtes Gericht biss, stellten sich meine Armhaare auf und mir kamen die Tränen, weil der Geschmack so unglaublich war. Ja, das ist mein Ernst. Mir kamen vor Glück über den Geschmack die Tränen!

Ansonsten: Quallen, Hühnerfüße, Feijoas (Früchte), Creamy Mushroom Pies (Award-Winning Pies!), Muscheln, Ginger Beer, Aloe Vera Drinks, Mais-Patties mit Avocado & Ei… es landete schon so einiges großartiges auf meinem Teller!

GESHOPPT

Normalerweise gehört ausladendes Shoppen für mich zum Urlaubsbudget dazu. Ein Pulli hier, eine Tunika da. Gibt es schönere Kleidungsstücke als die besonderen, die man in irgendeinam kleinen Laden im Urlaub ergattert hat und das einen immer an die Reise erinnern wird….? In unserem Fall sind wir aber wirklich lange, laaaaaaange unterwegs, haben ein enges Budget (das wir gefühlt eh permanent überziehen….) und müssen vor allem alles, was wir kaufen, auch die nächsten Wochen mit uns rumschleppen. Daher sind wir mehr als diszipliniert und unser Geld geht größtenteils für Essen, Übernachtungen und Sprit drauf. Trotzdem gab es schon das ein oder andere, was mitgekommen ist:

  • Dr. Jart BB Cream – Ich war schon vor meiner Abreise auf der Suche nach einer hochwertigen BB Creme, die nicht die Konsistenz von MakeUp hat. Und bei Sephora ist es ohnehin schwierig, nein zu allem zu sagen, das verstehe ich jetzt auch. Es gibt einfach wirklich tolle Produkte, die man in Deutschland eher nicht bekommt. Wobei…. der krassen Hype darum verstehe ich wirklich immer noch nicht.

Zitat Matze: „Sephora ist wie ein DM auf LSD!“

  • Leinenbluse (UNIQLO, Singapur) – Ich liebe Leinen! Ich habe schon einige Sachen der Marke im Schrank, sie halten eine halbe Ewigkeit und sind extrem robust. Schade, dass München keinen Laden hat und man sich immer im Onlineshop umsehen muss.
  • Choker (Singapur) – Im Vorbeigehen gesehen. Verliebt. Mitgenommen.

BESTER FLUG BIS JETZT

Der bis jetzt beste Flug war tatsächlich unser Langstreckenflug von Kuala Lumpur nach Neuseeland. Wir flogen mit Air Asia X, einer Langstreckenverbindung von Air Asia, der asiatischen Billigfluglinie. Diese hat auf einigen Langstrecken die sogenannte Flatbed-Klasse eingeführt. Also nichts anderes als eine Businessclass, wie man sie auch von anderen Fluggesellschaften kennt: Zweier-Reihen, viel Beinfreiheit, Kissen und Decken und die Möglichkeit, sich fast flach hinlegen und einen Nachtflug überstehen zu können. Und das beste daran? Hat genauso viel gekostet, wie der Standar-Economyplatz der anderen, großen Fluggesellschaften. WIN!

GELESEN

  • Dan BrownInferno: Bis jetzt hatte ich Illuminati und Sakrileg gelesen und es verschlungen. Inferno steht den beiden anderen Büchern in nichts nach, auch wenn es sich doch ein wenig unterscheidet und… „moderner“ ist. Mehr will ich aber nicht verraten. Brown war als Urlaubslektüre wieder die perfekte Wahl!
  • Elizabeth GilbertBig Magic: Hiervon hatte ich bereits den ein oder anderen Auszug und Gedanken bei meinen Instagram-Stories geteilt! Elizabeth Gilbert (die Autorin von „Eat. Pray. Love.“) erzählt, wie sie Kreativität versteht, wie sie zustande kommt und wie man ein kreatives Leben führen kann (und warum man es unbedingt tun sollte!). Ein schönes, inspirierendes, aber nicht zu spirituelles Buch, in das ich einige Eselsohren gemacht habe.
  • Tina Schütze – Werde die Frau deines Lebens: An diesem Buch bin ich aktuell dran, auf Empfehlung von Patricia von The Kaisers! Was ich davon halte, weiß ich noch nicht – Mehr dazu im nächstes Journal!
  • Good Magazine: Eine Zeitschrift, die hier in Neuseeland alle 2 Monate erscheint, regionale, nachhaltige Themen behandelt und auch definitiv Richtung Selbstwahrnehmung und „Wellbeing“ geht. Eine Zeitschrift, die in mir persönlich mehr Fragen zu meinem Konsum, meinem Leben, meiner Wahrnehmung und meinem Selbstbewusstsein aufgeworfen hat, als so manch anderes Buch!

Ansonsten bin ich permanent dabei mir irgendwas aufzuschreiben und habe wirklich das Gefühl, Neuseeland hat meinen Kopf geöffnet, es findet eine Party statt und alle guten Ideen, Pläne, Vorsätze und Vorhaben sind eingeladen. Sie verstehen sich alle blendend, tauschen ihre Visitenkarten aus und haben Spaß. Mal sehen, ob sie nach der Reise wieder in Kontakt treten! Es sind Ideen for notyourcomfortzone und Projekte für isarweiss, es sind Rezeptideen die ich in Cafés aufschnappe und Brands, die ich neu entdecke. Mein Kopf ist eine einzige, riesige Ideen-Network-Party und ich find’s HAMMER!

An der Stelle sage ich dann auch Servus und auf Wiedersehen, bis zum nächsten Journal N°3 – HONEYMOON EDITION!

Oder hier: Instagram @notyourcomfortzone

 

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