THE JOURNAL N°3 – HONEYMOON EDITION

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Bula, liebe Leser!

Das bedeutet auf Fiji soviel wie „Hallo“, aber auch „Willkommen“. Man hört es hier überall und es bedeutet noch so viel mehr. Wer mir auf Instagram und Facebook folgt, der weiß, dass wir uns einen echten Herzenswunsch erfüllt und eine außergewöhnliche Zeit auf den Trauminseln am anderen Ende der Welt verbracht haben! Und bereits zu neuen Weiten aufgebrochen sind.

Aber first things first: Hier geht es zur Vorgeschichte: Die besten Flitterwochen Ever und THE JOURNAL N°2 – HONEYMOON EDITION! An der Stelle erzähle ich weiter.

HAERE MAI, NEUSEELAND

(„Auf Wiedersehen“). Auch an unseren letzten Tagen, die wir in Neuseeland verbracht haben, regnete es noch das ein oder andere Mal, bevor endlich wieder die Sonne schien. Gerade aber die letzten Tage waren bereits von einer gewissen Unruhe begleitet, dem Gefühl weiter zu wollen. Und wer würde das nicht, wissend, was vor einem liegt? Wir verbrachten sie eher faulenzend an Stränden und heißen Quellen (unser Gepäck riech heute noch nach Schwefel, keine Ahnung, ob wir das je wieder rauskriegen…!), aßen Fish and Chips und wenn das Wetter es zuließ übte ich alle 26 Bikram-Yoga-Positionen und Unterarmliegestütz. Aber um ehrlich zu sein, war ich meistens ziemlich faul!

Neuseeland hat mich, im Nachhinein betrachtet, mehr beeindruckt als ich dachte und mir auch was Umwelt, Nachhaltigkeit und auch irgendwie was die Natur im allgemeinen angeht, den ein oder anderen Denkanstoß mitgegeben. Was sich zukünftig auch hier auf dem Blog wiederspiegeln wird.

Als wir von Auckland abfliegen, bäumt sich in mir nochmal etwas auf, das „Nicht genug!“ ruft. „Noch nicht alles gesehen!“, „Noch nicht alles gemacht!“, „Zu wenig Fotos!“.

Das zeigt wieder, dass es manchmal einfach kein Genug gibt – oder besser gesagt: Wir schon genug haben, aber mehr wollen. Mehr Geld. Mehr Zeit. Mehr Liebe. Mehr Sicherheit. Mehr Eindrücke. Dabei haben wir schon alles was wir brauchen und streben einfach nur noch nach MEHR.

Wir gaben Friedhelm, unseren Bus ab (Ich war sehr traurig…. auch wenn am Tag davor uns die Wasserpumpe abrauchte. Ich hätte wirklich weinen können, als wir unsere Sachen ausluden und er weggefahren wurde!) und quartierten uns noch eine Nacht in ein Flughafenhotel ein, bevor es zu unserer nächsten wirklich cheesy Reisedestination ging. Und wir waren wirklich aufgeregt!

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FIJI

Wie soll ich Fiji beschreiben, wenn ich die ersten Tage keine Worte dafür fand? Wie soll ich das Wasser beschreiben, kristallklar, türkisblau und so warm, dass baden im Regen wie eine Explosion aller Sinne ist? Wie die Berge und Hügel und erloschenen Vulkane in sattem Grün beschreiben? Wie die immerwährenden „Bula!“-Rufe, die im Wasser schaukelnden Boote, die flirrende Mittagshitze, den heißen Sand und die Schuhe, die in 10 Tagen kein einziges Mal gebraucht worden sind….?

Und wie beschreibt man am Besten die „Fiji-Time“?

Fiji ist unser persönlich wahrgewordener Flitterwochen-Traum. Wir haben auf unserer Hochzeit auf so einiges bewusst verzichtet (Lest hier den Artikel hierzu) und wollte das hier, auf Fiji, so richtig auskosten! Daher ging es für uns auch nicht mit dem Boot zum ersten Hotel! Sondern mit dem Wasserflugzeug! (Kennt jemand noch den Film aus den 90ern „Sechs Tage, Sieben Nächte“?)

Alleine das war etwas, was ich mein Leben lang nicht vergessen würde – die Aussicht, die Aufregung, der Wind in den Haaren durch ein offenes Fenster, der Pilot, der barfuss flog… Und statt 2h dauerte unsere Anreise zum Resort auch nur 20 Minuten. Hatte alles also auch ganz praktische Gründe….! Noch im Flugzeug verabschieden wir uns von unseren Schuhen und watten die letzten Meter durch seichtes Wasser auf den Strand zu. Dort: Lachende Gesichter, ein Getränk mit einer roten Blume darin.

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Ich werde euch noch die Hotels zeigen, in denen wir waren und noch das ein oder andere zu Fiji erzählen. Aber an der Stelle brauche ich nichts weiter zu sagen als:

Fiji ist ein Paradies am anderen Ende der Welt und für den Rest meines Lebens werde ich die Reise dorthin nicht vergessen können!

Und was bedeutet jetzt eigentlich „Bula!“ genau? So einiges und am Ende unserer Fiji-Reise habe wir bestimmt über Hundert Mal gehört: Hallo, Willkommen, Danke, Auf Wiedersehen. Es kann alles bedeuten und tut es meistens auch! „Bula Bula“ kann auch heißen „Hallo, willkommen – Danke, dass du hier bist und unser Gast bist, lass‘ uns später zusammen Bier trinken, das Wetter ist gut heute!“. Aber eigentlich bedeutet Bula „Leben“.

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G’DAY… AUSTRALIA!

Der Abschied von Fiji ist hart, immerhin verabschieden wir uns von freundlichen, entspannten Menschen, Temperaturen, die Schuhe und Kleidung unnötig machen und der guten, alten Fiji-Time. Aber wir lernen auch einige Leute kennen und mit jedem Kennenlernen steigt die Vorfreude auf unsere nächste Destination: SYDNEY!

Diese Stadt hat Vibes!

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Zunächst wohnen wir sehr zentral und können alles, wirklich alles, zu Fuß erreichen: Opera House, Hafen, Darling Harbour und das historische Stadtviertel The Rocks. Nichts ist mehr als 10 Minuten von uns entfernt! Außerdem sind wir zu dem Zeitpunkt gesundheitlich leider etwas angeschlagen und genießen den Aufenthalt in einem schönen Hotel –

Auch wenn das bedeutet, einen Abend bereits um 17Uhr daheim zu sein, Takeaway-Sushi auf dem Bett auszubreiten und The Simpsons und einen Action-Film zu schauen!

Es klingt natürlich etwas unfair, aber ja, auch längeres Reisen strengt irgendwann an und man muss „eine Pause machen“ und eine kleine Heimroutine einkehren lassen. Das schrie förmlich nach einem Pärchenabend auf dem Sofa bzw. dem Hotelbett und frittiertem Hühnchen und Sushi. Herrlich! An einem regnerischen Tag verschlug es uns Abends auch mal wieder zu einem Kino-Date (Guardians Of The Galaxy II und salziges Popcorn, geht es noch besser?!)

THE FIRST SURF OF 2017

Hach ja, wie habe ich es vermisst, vom Wasser so richtig eine in die Fresse zu bekommen. #NICHT ;) Nach den ersten 4 Tagen in der Stadt wechselten wir die Location und zogen an den berühmten Bondi Beach. Nach einer eher durchschnittlichen Hostelerfahrung in Auckland hatte ich etwas Bammel, aber unser Hostel, das Bondi Backpackers, hat sich nicht nur als echt schön rausgestellt – sondern ist vermutlich das einzige Hostel, in das ich wiederkommen würde! Aber dazu wann anders mehr.

Nachdem mir persönlich das Wasser in Neuseeland zu kalt und rau zum Surfen und üben war, war Bondi Beach unser Wiedereinstieg ins Paddeln, Paddeln, Paddeln. Gleich die erste Welle, die ich kriege, stehe ich. Läuft. Aber meistens schaffe ich es nicht über den Break und bezahle meine zähe Paddlerei mit einem ordentlichen Muskelkater. Richtig Geil!

AUF IN DEN DSCHUNGEL – CAIRNS

Um ehrlich zu sein stand Australien nie ganz weit oben auf meiner Reiseliste (vielleicht, weil ich es immer mit Post-Abitur-Selbstfindungstrips in Verbindung brachte). Der Grund, warum es uns dann doch hierhin verschlug, ist ganz einfach: FAMILIE. Die wir zwar immer kurz in München, aber nie länger und auch nie in Australien gesehen haben. Es war Zeit, es zu ändern!

Und so verzichteten wir auf die lange Autoreise an der Ostküste und auf Uluru, genossen Sydney und flogen direkt für längere Zeit nach Cairns. Und ich hatte ja keine Ahnung!

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Ganz abgesehen von der unglaublichen Artenvielfalt – wusstet ihr, dass der Regenwald hier einer der ältesten und Vielfältigsten der Welt ist? Das Wetter ist tropisch und da wir uns bis August nicht mehr in kälteren Gegenden aufhalten werden, gingen 12kg Outdoor-Kleidung zurück nach München. Wir genießen BBQs, Pool, Familienleben mit 2 Kindern und 2 Hunden und führen tolle Gespräche bei viel Wein bis spät in die Nacht. Dazwischen: Ausflüge in die Regenwald-Berge, an die Flüsse, an das Great Barrier Reef und Küstenstädte.

Wenn wir auswandern würden, dann wäre das hier eine echte Option!

Und DAS WIRKLICH BESTE: EIN SCHNABELTIER IN FREIER WILDBAHN! Noch nie habe ich irgendwo so eine unglaubliche Artenvielfalt erlebt wie hier!

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HALBZEIT

Time flies when you are having fun – the good thing is: You are the pilot! Wir haben die Halbzeit unserer Reise erreicht. Die schlechte Nachricht ist, dass so vieles, was wir so lange und liebevoll geplant haben, bereits hinter uns liegt. Die gute Nachricht ist: So much more is yet to come! Und bereits nächste Woche (äh, wie, 4 Wochen Australien sind schon rum…?!) brechen wir zu einem altbekannten Ziel auf. Einer von zwei Orten auf der Reise, an dem ich bereits war! Naaa….?

GESCHRIEBEN

Dim Sum Brunch im Mandarin Oriental Singapur – Ich glaube, ich habe noch nie so leidenschaftlich von Essen geschwärmt!

GELESEN

  • Tina Schülze – Werde die Frau deines Lebens | Der Ratgeber und Workbook in einem konnte mich leider persönlich nicht fesseln. Ich habe nämlich ganz einfach festgestellt, dass ich zur Zeit ziemlich genau weiß, was ich will. Die nächsten Schritte plane. Alles ziemlich gut finde. Inklusive mir selbst (und wer kann das schon allzu oft von sich behaupten?!). Trotzdem ist es ein großartiges Konzept für Frauen, für die es an der Zeit ist, sich einigen wichtigen Fragen in ihrem Leben zu stellen und sie langsam, Schritt für Schritt, für sich selbst zu beantworten.
  • Henning Mankell – Die fünfte Frau + Der Mann der lächelte | Ich bin kein Krimi-Fan und mit vielen der neueren Bücher mit seltsamen Titeln und schrägen Buchcovern kann man mich jagen. Die Bücher von Mankell sind mehr als nur Urlaubskrimis und ich kenne nur wenige Autoren, die so subtil Spannung aufbauen und sich die Geschichte entwickeln lassen. Leider habe ich inzwischen fast alle Bücher der Kurt-Wallander-Reihe des 2015 verstorbenen Autors gelesen. Und wenn ich sie durch habe, dann lese ich sie alle chronologisch noch einmal. Und wenn das keine eindeutige Leseempfehlung ist!
  • Tara MossThe Fictional Woman | Über dieses Buch bin ich sehr zufällig in einem Exchange-Regal in einem Hotel gestoßen und sein Inhalt beschäftigt mich inzwischen jeden Tag. Meine Befürchtung ist für den Inhalt keine passende Zusammenfassung geben zu können, ohne dass es flach erscheint – immerhin handelt es sich vielleicht um das erste von mir gelesene Buch aus der Feminismus- bzw. Equalism-Literatur. Es geht um Schönheitsideale und Labels, Vergewaltigungen und Häusliche Gewalt, Darstellung von Frauen in den Medien und die Darstellung von Medien im Allgemeinen. Aber auch um die autobiographische Geschichte von Tara Moss. Alles unterstützt durch Artikel, Zitate und handfeste Statistiken, die an meiner Einstellung rütteln, der Westen sei schon sehr weit in Sachen Gleichberechtigung. Googelt mal, wie das in Deutschland zum Beispiel mit den Väterrechten ist oder bis wann Vergewaltigung in einer Ehe legal.
  • Sophia Amoruso#GIRLBOSS | Nach langem Hin und Her habe ich an einem Strandtag aus Mangel an Alternativen doch zu diesem Buch gegriffen. Immerhin hat Amoruso innerhalb von wenigen Jahren aus einem Ebay-Shop ein Millionenschweres Unternehmen aufgebaut! (Das aber nach ihrem Ausscheiden 2015 im Jahr 2016 dubios Insolvenz anmeldete). Die Message im Buch: Arbeite hart, folge deinem Instinkt, befolge manche Regeln und breche andere. Alles in einem auch unterhaltsam, jedoch haben mehrere Arbeitnehmer Amoruso auch verklagt – weil ihnen widerrechtlich gekündigt wurde, weil sie schwanger wurden oder die ohnehin klägliche Elternzeit in den USA nehmen wollte. Nicht besonders Girlbossy! Dazu kamen Schwierigkeiten wie Skalierung, Zahlungsprozesse, falsche Made-or-Buy-Enscheidungen, Venture-Capital und auch Amorusos Ego. Hier geht es zum spannenden Artikel von Business of Fashion!

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Auf zu neuen Abenteuern und Bis Bald!

1 Comment
  1. Liebe Julia – das klingt alles so traumhaft! Deine Bilder sind wahnsinnig schön und haben mich gleich überzeugt, Fiji auf die Bucket List zu setzten – wenn wir dann eh schon in Neuseeland sind, höhö. Eure anderen Ziele stehen auch schon drauf :D
    Klingt auf jeden Fall nach wunderschönen Flitterwochen! ♥
    Alles Liebe, Hannah | Spirit-of-Traveling.de

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