Travel Often | Amsterdam, My Love

Wenn ich die schönste Stadt Europas betiteln müsste (was an sich alleine schon schwer wäre, da es zum einen bekanntlich keine schönere Stadt als München gibt und zum anderen Europa sonst noch ziemlich viel zu bieten hat… ;) – dann wäre es Amsterdam. Vielleicht wäre das der Eine Ort für mich, wisst ihr. Zum vierten Mal war ich bereits da und verlaufe mich immer noch zwischen den Grachten. Aber das macht ja nichts, denn das kann man in Amsterdam wirklich gut: Sich verlaufen und an den schönsten Plätzen wiederfinden!

Übernachtet haben wir „außerhalb“ der Innenstadt, im Hotel ➽ Mercure Sloterdijk Station, über das ich euch bereits erzählt habe. Amsterdam ist besonders im Sommer eine traumhaft grüne Stadt und liegt auch noch am Wasser… es finden sich so viele Gelegenheiten für einen kleinen Kaffee, eine kurze Pause, ein schönes Foto. Diesmal konnte ich mich wieder ganz zurücklehnen, denn dadurch, dass es nicht das erste Mal ist. konnte ich mir das obligatorische Museum-Gehoppe sparen. Ein paar Sightseeing-Tipps gibt’s trotzdem:

➽ Das Van Gogh Museum ist vielleicht eines der schönsten Museen, in denen ich jemals war. Am Rijksmuseum kann man das klassische Foto am Amsterdam-Schriftzug machen. Und weiter Kultur tanken!

Grachtenfahrt, Grachtenfahrt, Grachtenfahrt. Ich könnte das den ganzen Tag machen! Und wer Brunchen und cruisen möchte, der ist bei G’s Brunch on a Boat genau richtig

➽ Der Begijnhof ist eine schöne Oase der Ruhe. In der Umgebung finden sich wieder Cafés und Restaurants, es eignet sich also gut für einen kleinen Mittagsbreak!

➽ Amsterdam hat zahlreiche, kleine Märkte, z.B. den Noordermarkt, auf dem ich meinen Filzhut gefunden habe!

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Noordermarkt Amsterdam 1

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Screaming Beans Amsterdam

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Für schönes Brunchen kann ich euch das Café De Vergulde Gaper empfehlen, auf das wir beim Schlendern zufällig gestoßen sind. Es liegt sehr ruhig und dennoch zentral an einer Gracht und hat einige Plätze vor der Tür. Meine stetige Befürchtung, es könnte zu wenig sein, erwies sich als gerade zu lächerlich. Sehr ihr dieses Ei mit Pilzen und Schinken? Ich sage nur 8,50€ und vielleicht das Beste „Eier-Frühstück“ meines Lebens. Yup. Mein voller Ernst.

De Vergulde Gaper Amsterdam

Falls euch nach japanischer Küche ist (und das zu einem reasonable Price), kann ich euch das Shabu Shabu in Amsterdam Rembrandtplein nur ans Herz legen! Das Restaurant punktet zwar mit All You Can Eat, aber auf hohem Niveau. Kein Futtertorg am Band, sondern Bestellungen per Tablet am Tisch. Sushi und Vorspeisen, Sushi und Gyoza, Ramen und Udon, Rind, das noch in der Pfanne brutzelt, Lammkeule und Entenfilet wanderten über unseren Tisch. Verschwendet wird hier übrigens nicht: Alle Speisen, die nicht aufgegessen werden, werden mit Strafgeld von 1-2€ belegt! Fair Enough!

Shabu Shabu Amsterdam 1

Shabu Shabu Amsterdam 2

Shabu Shabu Amsterdam 3

Shabu Shabu Amsterdam 4

Amsterdam ist übrigens By Night noch verträumter, noch verrückter, noch mystischer, noch aufregender als tagsüber. Die Läden und Cafés haben lange geöffnet, aus den Grachtenhäusern strahlt das Licht des Feierabends. Und ob man will oder nicht erhascht man immer wieder einen kurzen Blick auf die perfekte Wohnung. Auf den Bürgersteigen tummeln sich lachende, weintrinkende Menschen, irgendwoher kommt Musik. Es ist eine unwirkliche, bunte, in die Schräglage geratene Welt. Eine Puppenstadt, in die man sich durch Zauberhand verlaufen hat. Ein Ort, den man nur mit viel Glück durch ein magisches Schlüsselloch erspähen kann. Und alles was man tun kann, ist sich hier zu verlieren. Sich immer wieder zu verlieren, die schönsten Orte zu entdecken und sich restlos in diese Stadt zu verlieben!

Amsterdam by Night 4

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Übrigens – Zu Amsterdam gehören auch die Coffeeshops, denn Gras ist hier legal. Es gibt unzählige Läden in der ganzen Stadt, die hässlichen an der Touri-Meile, die ganz alten und traditionellen, die lauschigen an einem einsamen, kleinen Kanal. Ich bin sehr liberal, egal ob es um die Legalisierung von Marihuana geht, um Home-Ehe oder um Flächennutzungsplanänderungen bei Wohnraumknappheit. Wenn man außerdem aus einem Land kommt, in dem man sich ab 16 (!) legal die Rübe mit Bier und Wein volldröhnen und sich mit dem Mofa aufm Dorf gegen den nächsten Baum wickeln kann, sollte man vielleicht den mahnenden Finger Richtung Nachbarland stecken lassen.

An der Stelle möchte ich aber auch sagen: Amsterdam hat sehr sehr viel mehr zu bieten als eine legalen Dauervollrausch. It’s you choice!

2 Comments
  1. Irgendwie bin ich mit Amsterdam leider gar nicht warm geworden. War bereits zwei Mal dort und beide Mal einfach nicht so begeistert. Wieso genau? Das kann ich gar nicht wirklich erklären… Vor einigen Wochen war ich in Maastricht. Die Stadt wiederum hat mir unfassbar gut gefallen.
    Obwohl Deine Tipps für Amsterdam ziemlich verlockend klingen :)
    Liebste Grüße
    Sophia
    http://miss-phiaselle.com/

    1. Ja, manchmal gibt’s das – so geht’s mir zum Beispiel mit Paris! Ganz ehrlich! Eigentlich liebe ich Frankreich, die Gassen, die kleinen Läden, die Architektur… richtig warm bin ich da aber auch nicht geworden…!

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