Unser großes Abenteuer – Oder: die besten Flitterwochen. Ever.

Flitterwochen

Ok. Ich bin ein bisschen aufgeregt. Ein bisschen sehr aufgeregt. Sehr sehr aufgeregt, während ich diese Zeilen tippe. Denn es ist Januar 2017 und es ist, glaube ich, endlich Zeit, von unseren Plänen für das kommende Jahr und für unsere Flitterwochen zu erzählen. Wochen. Oder auch Monate.

Nach unserer wundervollen (wunderwunderwundervollen) Hochzeit im November, von der ich euch ab und zu in der Wedding-Kategorie noch erzähle und erzählen werde, haben wir es uns anschließend 4 Tage lang im Hideaway Hotel Das Rübezahl richtig gut gehen lassen. Nach der Hochzeit gleich in lange Flitterwochen zu fahren kam für uns nicht in Frage: Zum Einen wollten wir uns nicht hetzen, sondern die Zeit nach der Hochzeit genießen. Zum Anderen hatten wir auch keine Urlaubstage mehr. Dazu kam noch die Beerdigung kurz nach der Hochzeit und alles fügte sich so, wie es leider musste. Und außerden die Reise, von der ich euch jetzt erzähle, war schon läääängst in Planung.

Für diese Reise hatte ich schon immer dieses eine Sparkonto, das man nie anfasst. Weihnachtsgeld wanderte hier rein, Trinkgelder. Mal nur 2,50€ und mit den ersten Festgehältern auch mal 100€ oder 200€. Als ich 21 war, habe ich davon Japan bezahlt. Seit Jahren fülle ich wieder diese Kasse für einen Traum in ferner Zukunft. Dann kam Matze. Irgendwann war uns klar, dass wir beide den selben Traum hatten. Also sparten wir weiter. Träumten. Planten. Warfen um. Die Reise stand in ihren groben Zügen, da waren wir noch nicht einmal verlobt. Als Freund und Freundin sollte es Richtung Flughafen gehen. Jetzt sind wir Mann und Frau. Und das hier sind unsere Flitterwochen geworden! –

Von Mitte März bis August erkunden wir zu zweit einen kleinen Teil der Welt und sind 4 Monate unterwegs. Nicht ganz eine Weltreise, denn die Welt ist zu groß für 4 Monate. Aber eine große Reise! Das sind unsere Flitterwochen! Die besten Flitterwochen EVER. EVEEEERRRRRRRRRRRRR.

Für mich ist das irgendwie noch total verrückt, auch wenn ich schon dem März täglich entgegen sehe. Hier, auf dem Blog, von 2017 zu erzählen, macht es irgendwie greifbar, irgendwie so richtig echt. Und verdammt bald. Ich weiß, ich weiß – die Deutschen unter euch werden sich jetzt denken: Was stresst sie sich so, sind doch noch über zwei Monate! Aber eins kann ich euch sagen: Mit einem russischen Pass braucht es bis zu einem halben Jahr Zeit, so eine Reise zu planen. Und es ist alles andere als ein Spaß, die Konsulatseiten und Regelungen der Botschaft gefühlt in- und auswendig zu lernen. Was so ein russischer Pass wirklich bedeutet – dazu bereite ich ebenfalls schon einen Beitrag vor.

Wir kümmern uns also gerade um Einreiseformalität, die Zwischenvermietung der Wohnung, Übergaben in der Arbeit, Kündigungen von Verträgen und langsam aber sicher kommt der Tag des Abflugs näher….

Ist es eine Weltreise?

Je nachdem, wie man es definiert. Wenn man davon spricht, dass eine Weltreise mit mindestens drei Kontinenten verbunden ist, dann würde ich sagen: Ja, irgendwie ist es vielleicht eine Weltreise! Vielleicht aber irgendwie auch nicht. Für uns geht es jedoch nur in eine Richtung und wir haben bereits zahlreiche Stationen in unserer Planung gestrichen, um nicht mehrere aneinander gereihte 2-Wochen-Urlaube zu haben, sondern sich wirklich die Zeit zu nehmen, sich mit Land und Leuten auseinander zu setzen und wirklich zu leben. Für mich ist es einfach nur unser großes Abenteuer!

Mussten wir dafür kündigen?

Nein. Keiner von uns beiden musste kündigen und wir beide haben sehr viel Glück, dass unsere Arbeitgeber uns schätzen und diese Reise in Form eines unbezahlten Sonderurlaubs ermöglichen! Es ist also kein Sabbatical o.ä.. Nach den vier Monaten können wir in einen sicheren Hafen zurückkehren! Natürlich sind wir sehr glücklich über diese Lösung, denn so können wir das Abenteuer leben – und immer noch eine gewisse Sicherheit bewahren.

Wie könnt ihr euch das leisten?

Keine Frage regt mich vermutlich mehr auf wie diese. Na, wie wohl?! Zum einen leg‘ ich jeden Tag Eier aus Geldbündeln, zum anderen haben wir einen Geldbaum, von dem wir täglich was abpflücken…. Wie man das halt so macht! Nein, Spaß bei Seite, ich weiß nicht, was manche hören wollen und ich kann nur sagen: Wir sparen auf diese Reise, seit wir uns kennen. Punkt. „Sparen“ is the magic that makes shit real. Richtiges sparen. Mit Zielen. Einem Extra-Konto. Einer Spardose. Einem Jahres-Excel-Sheet. Das ganze Programm!

Warum „nur“ 4 Monate?

Klar, wenn die Meisten an ein Sabbatical denken, dann denken sie an ein ganzes Jahr. Aber die Wahrheit ist: Wenn man mit einem gewissen Komfort reisen und nicht nur in Hostels oder via Couchsurfing schlafen möchte, braucht man ein entsprechendes Budget. Und das reicht für 4 Monate. Klar, wir könnten mehr sparen. Länger warten. Die Reise erst in 2 oder 3 Jahren machen. Aber wer weiß, was dann ist? Das Leben geht so schnell vorbei, alles ändert sich permanent und ich möchte nicht mit 40 sagen: Ich wünschte ich hätte es gemacht, als ich jünger war! Wir sind jetzt jung und wir sind jetzt noch flexibel und offen und haben alle Möglichkeiten. Kann sein, dass es auch mit 60 noch so sein wird. Kann aber auch sein, dass man mit 60 nicht mehr ist. Oder der Partner. Oder man nicht weg kann. Oder kein Geld hat.

Warum sollten wir für „mehr“ noch länger warten, wenn wir das, was wir wollen, jetzt haben können? Weniger ist mehr und das allerwichtigste: ES IST JETZT.

Ja, und wohin geht’s jetzt?

Das erzähle ich euch dann, wenn es soweit ist! – Alles andere ist einfach noch zu früh! Ich sage nur: Wir kehren an bekannte Plätze zurück, erkunden neue Landschaften, halten uns in Megacities auf und auf einsamen Traumstränden. Und der ein oder andere Punkte von der Bucketlist wird sicherlich abgehakt werden können :)

Ich weiß, es wird aufgeregt, es wird bunt, es wird wild, es wird abenteuerlich. Und all das mit meinem Mann an meiner Seite erleben zu dürfen, macht das Ganze noch unwirklicher und verrückter und schöner. Wir werden Orte sehen, die wir beide noch nie gesehen haben und wir werden Sachen unternehmen, von denen wir sicherlich noch unseren Enkeln erzählen werden. Und eins weiß ich genau: Es wird uns als Mann und Frau noch mehr verbinden und mein Herz so groß werden lassen, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte. Es wird vermutlich nicht alles glatt laufen, aber das muss es auch nicht.

Was zählt ist er und ich und die schöne, weite Welt.

3 Comments
  1. Wow, das klingt wirklich perfekt. Was für ein Glück ihr auch mit euren Arbeitgebern habt … ich wüsste nicht, ob unsere das erlauben würden. Aber es ist eine ziemlich perfekte Zeitspanne. Und jetzt würde ich natürlich zuuu gerne wissen, wohin die Reise geht. :)

  2. OH WOW – ich bin gestern über die Digital Travel Community von Facebook auf deine Seite gekommen und habe gleich mal deine tolle Seite bewundert – und natürlich deine ganzen Reisen!!!

    Und ich freue mich jetzt schon auf viele Beiträge eurer Weltreise – so toll, wenn man einen Partner an der Seite hat, mit dem man das teilen kann!!!

    Alles Liebe aus Kärnten :-*

    Bianca von sunglassesandpeonies.com

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