Unsere Flittertage | Das Rübezahl Hotel

Eigentlich hatte ich vorgehabt, euch die Geschichte unserer Hochzeit ganz von vorne zu erzählen, beginnend mit meinem Junggesellinnen-Abschied. Aber da ihr unsere Flittertage bereits bei Instagram verfolgen konntet, möchte ich in dem Fall die Sache von ganz hinten aufrollen und euch dieses ganz besondere Haus zeigen, nur knapp 70 Minuten Autofahrt von München entfernt – Der Ort unserer Flittertage nur einen Tag nach der Hochzeit, ein malerisches Hideaway und wieder ein persönlicher Bucketlist-Moment, der einfach mal so wahr wurde: Das Rübezahl Hotel!

Die ersten Tage nach der Hochzeit

Wenn ich früher ans Heiraten dachte (wenn überhaupt, dann nur an eine vage Idee oder Möglichkeit), dann stellte ich mir nie das Brautkleid oder die Torte vor. Sondern hauptsächlich an die Reise, die nach der Feier auf das Brautpaar wartete. In meiner Vorstellung als Teenager wurden die Koffer schon vor der Hochzeit gepackt, „Just Married“ an das Auto gehängt und mit ratternden Dosen fuhr man zum Flughafen, um eine Traumreise auf die Malediven anzutreten, in ein Hotel so teuer und exklusiv, dass es eine Once-in-a-lifetime Erfahrung wäre.

Gott sei Dank hat sich aber auch diese Vorstellung geändert – Zum einen würde ich niemals meine eigene Feier frühzeitig oder zu nüchtern verlassen ;) Und erst gäbe es niemanden, der einen zum Flughafen fahren könnte, ganz zu schweigen von den Blechdosen, die auf der Autobahn wahrscheinlich reißen und dem Hintermann die Windschutzscheibe einschlagen würden … ifyouknowwhatImean. Zum anderen ist man nach der Hochzeit körperlich und geistig wirklich unfassbar überwältigt und erschöpft, selbst wenn man so entspannt an die Sache herangeht wie wir. Aber Aufbau, Abbau, den ganzen Tag der Hochzeit auf den Beinen sein, Weinen, Lachen, Tanzen, Trinken – das schlaucht ordentlich. Und dann hat man einfach keine Lust sofort loszurumpeln und alles hinter sich zu lassen. Das Gefühl des besonderen Tages will man so lange wie möglich bewahren und Matze und ich hatten einen Heidenspaß, nach der Hochzeit und dem Abbau was vom Lieferservice zu bestellen und in Jogginghosen auf dem Sofa Geschenke aufzumachen. Haaaallooooo Eheleben!

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Wir haben uns bewusst (aber auch aus Mangel an Urlaubstagen….) für einen nahen Kurztrip zum Flittern entschieden, bevor es nächstes Jahr in die offiziellen Flitterwochen geht. Das Rübezahl schwebte uns bereits im Mai vor, als wir zu Besuch waren im Victor’s Residenz-Hotel Schloss Berg. Und was soll ich sagen? Es war wirklich die allerbeste Entscheidung, zunächst einige Flittertage nach der Hochzeit in einem Wellness-Hotel zu verbringen und ich würde es jedem Brautpaar wirklich empfehlen.

Anders läuft man Gefahr, die schönsten Erinnerungen an einen so wundervollen Tag mit neuen Eindrücken und neuer Aufregung einer Reise zuzuschütten.

Unsere Ansprüche waren eine gewisse Nähe zu München um Anreisezeit zu sparen, eine ruhige Umgebung um komplett abschalten zu können, ein großer Wellness-Bereich und gute Küche. Wir wollten uns entspannen, die Hochzeit verarbeiten und vor allem uns auf uns zwei konzentrieren. Was wir im Hotel Rübezahl fanden, übertraf aber unsere Erwartungen bei Weitem und wir waren uns beide einig:

Das ist genau der Ort, an den man nach seiner Hochzeit fahren sollte!

Das Hotel

Fast unscheinbar liegt das Rübezahl Hotel im Stil eines bayrischen Landhauses ungestört mitten im Allgäu, freistehend, umgeben von Höfen und Weideflächen – ein echtes Hideaway zum Erholen also, wo man es nicht vermuten würde. Ich habe aber inzwischen festgestellt, dass das Allgäu sich zu der Wellness- und Resortdestination mausert! Oder es vielleicht schon immer war….?

Auf Englisch würde man die Lage am Besten mit „A Million Dollar View“ beschreiben, denn direkt gegenüber und somit sowohl vom Speisesaal, als auch von Sauna, Pool und einzelnen Zimmern sichtbar ist das weltweit bekannte Schloss Neuschwanstein, dass majestätisch zwischen den Bergen thront und jederzeit gut zu sehen ist.

Das Hotel wird bereits in zweiter Generation familiengeführt. Neben Erhard Thurm war es auch Giselle Thurm, die mit einem guten Auge für Inneneinrichtung dem Haus den Charakter verlieh, den es heute hat. Während unseres Aufenthaltes sah ich sie oft, wie sie Gäste begrüßte, an der Rezeption stand und selbst Hand an die Weihnachtsdeko legte. Daran sehe ich echte Leidenschaft und Hingabe und ich erinnerte mich an eine kurze Zeit, als ich mir dachte, ein eigenes Hotel zu eröffnen und alles selbst machen zu können, sei das Größte :)

Das Interior-Konzept ist eigentlich genau so, wie ich mir ein modernes Chalet vorstelle: Viele Naturstoffe wie Holz, Stein und (leider) Echtfelle, Geweihe, aber auch klare Formen, Glas- und Designelemente. Besonders schön fand ich die Stuben im Restaurant, den Bar Bereich und den Panorama-Speisesaal, von dem aus man beim Apfelstrudel-Essen am Nachmittag auf das Schloss blicken konnte. Ich sag‘ nur: #strudelwithaview.

Wir wurden mit einem Begrüßungsgetränk in der Lobby empfangen – ein lauschiges Eck im Eingangsbereich mit Ohrensesseln, einem künstlichen Kamin und Bücherregalen. Hier haben wir zunächst noch einen Kaffee getrunken (die meisten Gäste tranken Prosecco, aber wir konnten nach der Hochzeit bei bestem Willen keinen Prosecco mehr sehen….) und sind dann aufs Zimmer. Woah. Dieses Zimmer…..!

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Die Zimmer

Es gibt da diese Art von Hotelankunft, bei dir ich etwas brauche, um den Mund zuzumachen, mich einzukriegen und zu realisieren, was für großartige Möglichkeiten uns das Leben manchmal bietet…! Als wir in den zweiten Stock fahren und ich an der Zimmer „AlmRausch“ lese, da weiß ich schon, dass das, was sich hinter der Tür befindet, kein einfaches Doppelzimmer ist. Nicht einmal ein Executive Zimmer. Sondern ein wahr gewordener Mountain-Resort-Traum in Form einer Premium Themen Suite…..!

Ich sage es gleich vorab, mein Bucketlist-Traum eines Hotelzimmers wird mit einem Schlag wahr. Das Zimmer hat einen eigenen KAMIN. Versteht ihr? – EINEN EIGENEN KAMIN!

Die Premium-Themensuiten, alle individuell eingerichtet, zeichnen sich durch ihre unglaubliche Exklusivität aus. Jedes von ihnen hat neben den klassischen Must-Haves wie TV, WLAN, Safe ein Bad mit Dampfdusche, einem separaten WC, Trinkwasser mit Rosenquarz, einem begehbaren Kleiderschrank, einem Tee-Eck mit einer Auswahl loser Tees und Kräuter, wie z.B. Kamille, und ist mit einem Kamin ausgestattet. Schlossblick? Selbstverständlich! Und unsere Suite hat sogar einem integrierten Whirlpool in der Badewanne.

Vom Stil trifft die AlmRausch Suite vollkommen meinen Geschmack und übertrifft meine größten Erwartungen. Beschreiben brauche ich es euch wohl kaum, die Bilder sprechen für sich. Wo, wenn nicht hier, möchte man sich zu zweit nach der Hochzeit aufhalten…?

Was mir außerordentlich gut gefällt, ist dass es nur ein großes Zimmer ist, in dem man sich aufhält. Klar, es ist immer etwas besonderes in einem Zimmer übernachten zu können, das zweigeteilt ist und auch das bietet Vorteile. Aber hier habe ich wirklich das Gefühl, in einer kleinen Hütte zu sein. Irgendwo weit weg. Aller ist greifbar, alles ist sichtbar, alles ist ruhig und überschaubar. Es ist ein Zimmer, in dem man wirklich ankommt, runterkommt und vollkommen entspannt.

Es gibt im Haus übrigens auch ein Matratzenlager, so dass man den Härtegrad seiner Matratze selbst bestimmen kann, sowie ein Kissen-Menü. Hier kann man aus unterschiedlichen Kräuterkissen wählen oder sich ein Hirsekissen für den Nacken bringen lassen. Ich entscheide mich für die Bergkräuter-Variante, in die ich jeden Abend wohlig mein Gesicht vergrabe, während das Kaminfeuer vor dem Bett knistert….

Und vor dem Fenster: Weiden, vereinzelte Höfe, die Berge, das Jagdschlösschen und, majestätisch weiß, Schloss Neuschwanstein.

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Kulinarik – Königliches Schlemmen

Da wir für unsere Flittertage eine Verwöhnpension haben, freuen wir uns auf ein Frühstücksbuffet, ein leichteres Mittagsbuffet, Kuchen am Nachmittag und ein Abendessen, das teils in Buffetform, teils ausschließlich A la Carte serviert wird.

Ich leite eigentlich immer den Gastronomie-Part mit den gleichen Worten ein: Ich.liebe.Frühstück.! Das Gefühl, morgens alle Zeit der Welt zu haben und sogar noch die Möglichkeit, sich nach dem Frühstück entspannt zurückzuziehen, zu lesen (Henning Mankell, mal wieder), das ist für mich echter Luxus. Und ich bin immer gespannt, was sich als Frühstücks-Highlight des Hotels herausstellt!

In diesem Fall war es recht einfach: Die Omelett-Variationen und der Käse! Große Liebe! Matze hat dagegen in den mehligen Süßspeisen sein Paradies gefunden: Apfelküchle, Kaiserschmarrn, Pfannkuchen… alle was das Herz begehrt.

Mittags ließen wir beide Male ausfallen (leider) – einmal hatten wir uns zu sehr am Frühstück gelabt, am nächsten Tag waren wir um die Zeit am Schloss Neuschwanstein unterwegs (ein bisschen Bewegung). Dafür gab es an drei Nachmittagen Kaffee & Kuchen. Auch das ist Luxus für mich, da ich nicht Backen kann…. :D

Genuss und das besondere Extra zeigt sich vor allem beim 3-Gänge-Menü am Abend. Der recht junge Küchenchef Michael Bernhard, der bei Schuhbeck gelernt hatte, kreiert mit seinem Team mediterran angehauchte Menüs. Oft gibt es Vorspeise und Nachspeise als Buffet, den Zwischengang und Hauptgang von der Karte. Am Vorpeisebuffet erwarten mich geräucherte Entenbrust, Muscheln, eingelegte Oliven, Thymian-Mousse oder auch gebeizter Lachs, Schinken und köstlicher Rettich und noch sehr sehr viel mehr. Ich lasse nichts aus beim Abendessen, glaubt mir…! Die Hauptgerichte sind so raffiniert, dass ich mir kaum ihre Namen merken kann. Dafür kann ich euch sagen: Egal ob Lamm, Rind oder Vegetarisch – es gab nichts, was nicht geschmeckt hat.

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Wellness

Der Wellness-Bereich des Hotels ist sehr gut ausgebaut und es gibt zahlreiche Nischen und Ruheräume, in denen man sich entspannen kann. Außerdem gibt es eine große Auswahl an warmen Räumen wie dem Tepidarium (40°C) oder der Solegrotte, sowie Dampfbädern und Saunen. Besonders schön finde ich die Auswahl an hochwertigen Tees, Obst und Nüssen, die man sich holen kann, um weiter zu Lesen oder zu Dösen.

Meine absoluten Wellness-Highlights? Beheizte Liegen, die einem den Rücken wärmen (brauche ich für Zuhause auch….), die Panorama-Sauna und natürlich der Pool.

Einziger Wermutstropfen: Obwohl ich gleich am ersten Tag einen Termin für eine 60-minütige Ayurveda-Massage ausmachen wollte, gab es fast keine freien Zeitslots mehr, was mich extrem überrascht hat, wenn man bedenkt, dass wir unter der Woche da waren. Eine Wellness-Anwendung würde ich persönlich auch nie im Voraus buchen, sondern immer mir erst den Wellness-Bereich persönlich ansehen. Wir begnügten uns daher mit halbstündigen Rückenmassagen.

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Unser Fazit

Unsere Entscheidung, auf große, anschließende Flitterwochen zu verzichten und stattdessen diese Flittertage einzulegen…. war eine der besten Entscheidungen überhaupt! Und das war der perfekte Ort. Braucht es noch mehr Worte?

Ach ja, PS: Wusstet ihr, dass Taylor Swift im Jahr 2011 schon hier war…?

Ein herzlicher Dank geht an Frau Thurm für die Einladung, so dass ich ein wahres Hideaway unweit von München entdecken und zeitgleich eine wundervolle Zeit mir meinem Mr. verbringen konnte! – Der Artikel spiegelt unabhängig hiervon meine persönliche Meinung und Begeisterung für dieses Haus wieder! Außerdem möchte ich erwähnen, dass wir für zusätzlich Ausgaben wie Getränke und Wellness selbst aufgekommen sind.

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