Unsere große Reise | Rucksack oder Koffer?

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Jetzt, wo wir tatsächlich auch fast mit den Dankeskarten, Foto-Versand und sonstigen Post-Wedding-To-Do’s durch sind, rückt unsere große Reise auf schöne und doch unheimliche Art und Weise näher!

Und natürlich gehört es für mich zur Vorfreude dazu, bereits Wochen im Voraus die Handgepäcktasche mit allerlei Zeug zu befüllen und in Gedanke eine Packliste zu erstellen. Doch eine Frage quält mich tatsächlich bis heute. Eine Frage, so alt wie das Reisen selbst: Welches Gepäckstück soll auf die große Reise mitgenommen werden – Rucksack oder Koffer?

Ich will ehrlich mit euch sein: Bis zu diesem Beitrag wollte ich meine Entscheidung schon längst (!) getroffen haben. Die Wahrheit ist aber, dass ich noch genau so ratlos und unentschlossen bin wie noch vor drei Monaten oder vor einem Jahr! Viele verzweifeln ja bei dem Gedanken, was sie denn jetzt einpacken sollen. Meine Verzweiflung ist schon eine Stufe früher. Das geht ja gut los… ;) Weil ich mich nicht entscheiden kann, habe ich reiseliebende Blogger gefragt, wie sie denn das so handhaben würden! Und freue mich euch ihre Meinungen und Tipps zeigen und das ein oder andere von ihnen lernen zu können!

Danke an der Stelle an die teilnehmenden Blogger! Es hat mich sehr gefreut, dass die Idee so gut bei euch ankam und ich hier Raum für andere Stimmen und Meinungen schaffen konnte!

Sarah von Josie Loves

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„Rucksack oder Koffer“, das ist eine sehr individuelle Entscheidung. Die erste Frage, die man sich stellen sollte, ist „Werde ich lange Strecken mit dem Gepäck zu Fuß zurücklegen?“ In diesem Falle sollte man sich auf jeden Fall für einen Rucksack entscheiden. Wichtig ist auch, mit welchem Transportmittel man unterwegs sein wird. Wir haben unsere Weltreise in mehreren Etappen gemacht, anfangs mit Rucksack, danach mit einem Koffer. Zum Beispiel in Amerika und Australien haben wir einen Road Trip mit eigenem Auto gemacht. Da wir im Kofferraum genug Platz für unser Gepäck hatten, entschieden wir uns für einen Koffer. Darin konnten wir natürlich auch deutlich mehr Gepäck transportieren. In Asien waren wir viel mit Booten unterwegs und mussten auch einmal eine längere Strecke mit Gepäck auf dem Roller fahren. Hier wäre ein Koffer äußerst unpraktisch gewesen und wir haben auf den Rucksack gesetzt.

Rucksack oder Koffer – Eine Grundsatzentscheidung?

Wenn man an Weltreise denkt, da denkt man an wilde Abenteuer, unentdeckte Pfade, abgelegene Orte. Und wenn man an ein reisendes Pärchen denkt, denken wohl auch die meisten an Shorts, Sneaker, Dutts und vor allem Rucksäcke. Wie man in Bangkok oder Bolivia strandet, in räudigen Hostels unterkommt und dann via TukTuk und Überlandbus zur nächsten Destination aufbricht, nur das nötigste im Gepäck. Sich seinen Weg durch den Urwald bannt, mit Einheimischen auf dem Feld arbeitet und am Ende der Reise alle Klamotten in einen Sack packt und wegschmeißt. In dem Fall gehört immer ein Rucksack dazu. Rucksack, das steht für Freiheit und Abenteuer!

Mein Rucksack war auf meiner Thailand-Reise ein treuer Begleiter, von Deuter mit 55+10l Fassungsvolumen. Ich rollte, knüllte, stopfte meine Habseligkeiten hinein und trug nie mehr als 10kg mit mir herum. Auch die Rückreise überlebten alle Sachen unbeschadet. Ich war einen Monat unterwegs. Um ehrlich zu sein machte es nie einen Unterschied, ob ich einen Koffer oder einen Rucksack trug. Nur einmal, als wir am Strand von Phi Phi ankamen und gefühlt 10.000 Stufen steigen mussten. Da war ich froh, keine Koffer dabei zu haben!

Die Wahrheit ist aber auch, dass ich keine Anfang Zwanzig mehr bin und das hier keine Low-Budget-Selbstfindungs-Tour. Das soll nicht abwertend klingen. Aber für jede Art von Reise gibt es seine Zeit!

Es sind unsere Flitterwochen und ein Traum, auf den ich bereits sehr sehr lange spare. Die Zeiten von Mehrbettzimmern in 4$-Hostels sind definitiv vorbei. Ich muss auf der Karte nicht mehr das günstigste Gericht wählen – es sei denn, ich will es! Wir sind beide voll berufstätig und diese Reise soll genau so sein, wie wir sie uns vorstellen. Ohne Einschränkungen! Ich möchte unbekannte Plätze entdecken, aber auch tolle Hotels (ich liebe schöne Hotels!). Ich möchte campen und mir zeitgleich schöne Sachen gönnen.

Ich will nackt im Meer schwimmen und das Salz in den Haaren lassen. Und Abends mir ein Sterne-Menü im Gourmetrestaurant gönnen. Ich will mich nicht entscheiden!

Heidi von meerdavon

Travel Often_Rucksack oder Koffer Meerdavon

Unsere Liebe gilt schon immer dem Ozean. Deshalb ließen mein Mann und ich im Juni 2016 Deutschland hinter uns und sind seitdem als digitale Surfnomaden auf Weltreise: Wir verweilen mehrere Wochen an den schönsten Orten der Erde, wo wir stabiles WiFi zum Arbeiten und gute Wellen zum Surfen finden. Mit unserer Surfausstattung sind wir gezwungen, den restlichen Kram auf das Notwendigste zu beschränken. Unser Reisegepäck sieht deswegen sehr speziell aus: Ein mittelgroßer Koffer und ein 40 Liter Reiserucksack (ich) sowie eine Surfboard Bag und ein 45 Liter Reiserucksack (er).

Was ist für eine große Reise nun besser, Koffer oder Rucksack? Das kommt ganz darauf an, wie du reisen willst und was dir bei deinem Gepäck wichtig ist. Mein Samsonite Koffer mit Schnappverschluss und Rollen hält mir seit über 10 Jahren die Treue, obwohl ihn schon viele Airlines misshandelt haben. Im Gegensatz zum normalen Textilrucksack ist er einbruchsicher: Niemand kann mir unterwegs unerwünschte „Geschenke“ zustecken und empfindliche Sachen sind durch die Hartschale geschützt. Und in einfachen Unterkünften ohne Stauraum – wie z.B. auf Bali oder auf den Philippinen – ist mein aufklappbarer Koffer wie ein kleiner Mini-Schrank, in dem ich alles im Blick habe und schnell finde. Das ist viel besser, als in einem Riesenrucksack herumwühlen zu müssen. Gleichzeitig schätze ich meinen kleinen Rucksack, um wichtigen Kram wie Notebook & Co. mit in die Flugzeug-Kabine zu nehmen.

In Summe klingt unser Reisegepäck nach viel, ist es aber nicht. Einen Backpack plus ein rollbares Aufgabe-Gepäck – für mich der Koffer und für ihn die Surfboard Bag – können wir easy überall mit hinnehmen. Und da wir immer eine ganze Weile an einem Ort bleiben, hält sich der Ein- und Auspackaufwand in Grenzen.

Für minimalistische Traveller und alle paar Tage weiterziehende Backpacker wäre das alles bestimmt zu viel. Doch selbst wenn es nur ein Gepäckstück sein soll: Ich schwöre auf einen Koffer. Darin ist genauso viel Platz wie in manchem Rucksack, doch man kann ihn leichter packen und sicher transportieren. Neuere Hardcases sind robust und gleichzeitig extrem leicht, weshalb das Argument „ein Koffer hat ein zu hohes Leergewicht“ längst nicht mehr gilt.

Freiwillig alles auf dem Rücken schleppen? Das würde ich nur, falls es mich zum Wandern verschlägt. Was als Surfer nicht der Fall ist

Surf-Junkie Heidi schreibt auf ihrem Blog meerdavon über die besten Surf-Destinationen sowie den Surfer Lifestyle im Wasser und an Land.)

 

Claudia & Dominik von Weltreize

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Koffer oder Rucksack? Was für eine Frage. Kofferrucksack natürlich! Wir waren ein Jahr lang mit dem Osprey Sojourn auf Weltreise und superzufrieden. Aller Komfort eines Koffers, und wenn wir doch mal viele Treppen steigen mussten, haben wir im Handumdrehen mit dem Rucksackgestell den Sojourn auf den Rücken geschnallt. Noch ein Vorteil: Wir konnten ihn leer ganz bequem im engen Campervan in Australien verstauen. Wie sagte schon der Globetrotter-Verkäufer: „Auf einer Skala von eins bis zehn ist der eine glatte elf!“

Vor- und Nachteile

Gegen den Rucksack spricht für mich hauptsächlich eins: Mein Bedürfnis nach ein wenig Luxus, Komfort und Sicherheit. Denn egal wie man es dreht und wendet, ein Rucksack ist nie so sicher und stabil wie ein Hartschalenkoffer! Leider gibt es gerade in Südostasien viele Geschichten von aufgeschlitzten Rucksäcken, deponierten Drogen und gestohlenen Wertsachen.

Dafür spricht der minimalistische Gedanke (denn seien wir ehrlich: Auf Reisen braucht man selten alles, was man braucht!), das Gefühl des Abenteuers und die Flexibilität, wenn man vorhat, die Location zu wechseln.

Gegen einen Koffer spricht dagegen die Größe, Schwere und die dagegen geringe Flexibilität. Ich möchte mir auch keine Gedanken machen, ob ich eine einsame Insel ansteuern kann oder ob das mit dem Klotz auf 4 Rädern nicht doch zu anstrengend ist. Und wenn wir mit einem Camper oder Roller untwegs sind, wohin mit dem Ding….?

Marina von MS WellTravel

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Koffer versus Rucksack bedeutet für mich abwägen, welche Reiseart (Pauschalreise inkl Transfer vom Reisebüro oder Individualreise), Reisezeit (Tage, Wochen oder Monate) und Reiseorte (Anzahl an Orten) erwarten mich! Dazu kommt, auf welcher Bodenbeschaffenheit begebe ich mich und wie bewege ich mich fort.

Habe ich ein Mietauto gebucht, dann bevorzuge ich den Koffer, da ich dort auf einen Blick alles sehe und an alles sofort rankomme. Den Koffer habe ich auf meinen 3-monatigen Afrika-Trip genutzt, da ich einen Mietwagen hatte, 1x 6 Wochen an einem Ort war und eine 8-tägige Gruppenreise gebucht hatte. Jedoch hätte ich beim letzteren Probleme bekommen können, wenn die Tour ausgebucht gewesen wäre, da nur Rucksäcke zugelassen gewesen wären (Platzbedarf).

Bin ich auf einer langen Reise mit individuellen Transfer (TukTuk, Taxi, Boot, Bus) und vielen Reiseorten, dann wähle ich den 50l Rucksack, da er einfacher zu transportieren ist und ich auch nur die wichtigsten, reduzierten „Klamotten“ mitnehme! Den Rucksack hatte ich bei meinem 6-wöchigen Australien-Trip genutzt, da ich alle zwei Tage mit dem Greyhound-Bus weiterfuhr und somit immer schnell von A nach B kommen musste! Meine Auszeit Reisen findest Du auf: www.ms-welltravel.de

Sandra von followtheworld

Travel Often_Rucksack oder Koffer Followtheworld

Ich bin übrigens nicht alleine mit meiner Entscheidungsschwierigkeit! Zahlreiche andere Reisende und Blogger haben sich mit dieser Frage beschäftigt! Sandra von followtheworld hat hierzu 2015 ebenfalls einen Beitrag verfasst: Rucksack oder Koffer? 

Sie hat sich am Ende für den Rucksack entschieden, ganz nach dem Motto weniger ist mehr! 

Für was werde ich mich entscheiden?

Bei dieser Reise steht für mich das Schöne und auch Komfortable im Vordergrund. Es wird also nicht mein kleiner 55-10l Rucksack werden. Eine gute Alternative hierzu wäre für Matze und mich ein Rucksack (seiner) und ein Rucksackkoffer bzw. eine „Koffertasche“, wie ich es bereits von Dakine besitze.

So können wir ggf. ein Gepäckstück auch in Hotels zurücklassen oder deponieren und nur mit einem Rucksack reisen. Zeitgleich könnte ich mich mit dieser Alternative auch auf einen Roller schwingen und mit dem Ding auf dem Rücken von A nach B fahren. Einziger Nachteil hier: Das Eigengewicht.

Und irgendwie tendiere ich einfach zu einem Koffer….

Oder…..

ARGH. ICH WEIß ES NICHT. ICH HABE KEINE AHNUNG.

Ihr seht – so ganz final ist die Entscheidung noch nicht….! Aber langsam komme ich ihr näher :) Spätestens beim Packguide sage ich euch Bescheid, für was ich mich entschieden habe. Und bis dahin wechselt meine Meinung im Stundentakt!

Pinnen dieses Bild jetzt bei Pinterest als Reminder, wenn du dir irgendwann auch die Frage stellen solltest… ;)

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4 Comments
  1. Liebe Julia,

    genau diese Frage geht mir gerade auch im Kopf herum.
    Früher habe ich mir gerne viele Plätze in kürzester Zeit angesehen. Deshalb viel die Entscheidung leicht und ein Rucksack musste her. In der Zwischenzeit hat sich mein Reiseverhalten sehr geändert. Ich bleibe gerne eine lange Zeit an einem Ort und muss nicht mehr alle Sehenswürdigkeiten mitnehmen.
    Im Moment bin ich noch mit einem 45 l Rucksack unterwegs, den ich aber im Mai (da bin ich kurze Zeit in Deutschland) gegen einen 60-70 l Trolley austauschen werde.

    Ich wünsch dir noch viel Spaß bei deiner Planung und ganz viel Vorfreude.

    Liebe Grüße aus Sri Lanka
    Tatjana

  2. Also ich würde niiiie mit einem Rucksack für so eine lange Zeit verreisen können…. Da bin ich durch und durch Mädchen. 10 Paar Highheels müssen da schon reingehen ^^
    Nein, Scherz, aber ja, ich würde auch jederzeit einen Koffer nehmen! Und wenn’s ein schöner ist, hat man auch mehrere Jahre was davon!

    liebe grüße, Anja

  3. Ich bin noch nie mit Rucksack verreist … und vielleicht hat das einen Grund. Ich liebe einfach die Übersichtlichkeit eines schönen viereckigen Hartschalenkoffers, ich kann mir nicht helfen. Bislang bin ich damit auch überall hingekommen, à la „wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“. Aber die Hauptsache bleibt doch so oder so die Meeeegareise, die du vor der Nase hast. Egal ob mit Koffer oder Rucksack – das wird ganz, ganz groß!

    Liebe Grüße,
    Christina

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